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Ausgabe 8
 

vom 22.04.2007


Der natur-reich-Brief


"In der Natur gibt es keine Armut. Armut hat der Mensch erfunden."




Inhalt:

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1.     Klimadebatte, Spritsparen, Reichsein
2.     Zitat des Tages
3.     Bienensterben
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1. Klimadebatte, Spritsparen, Reichsein
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Liebe Leser,

selten zuvor war das Thema Klimawandel so massiv in den Medien vertreten, wie in den letzten Wochen. Ich mag ja die Massenmedien nicht besonders. Owohl in den Nachrichten und anderen Sendungen oft ellenlang über das Thema Klimaschutz berichtet wird, kommt kaum eine brauchbare Information heraus. Geschweige denn etwas, das wir praktisch umsetzen können. Meist wird in den Medien sogar das Bild gemalt, Klimaschutz (Umweltschutz allgemein) kostet Geld. Und weiter: Wenn wir aber das Klima nicht schützen, wird es noch teurer.

Ich halte das für völligen Blödsinn.

Klimaschutz (und Umweltschutz allgemein) müssen kein Geld kosten, ganz im Gegenteil. Sie können Geld bringen, beziehungsweise Kosten sparen. Dies aufzuzeigen ist ja einer der Gründe, warum ich diesen Newsletter herausgebe.
In der aktuellen Klimadebatte ist das Thema Auto mal wieder ziemlich weit vorn. Da wird viel erzählt - vor allem viel Quatsch. Wörter wie "Umweltauto" oder "Ökoauto" zu benutzen und dabei den Toyota Prius als ein solches anzuführen, zeugen nur von völligem Unverständnis. Hybridautos sind keine "Ökoautos", es sind megaschwere Monster. Schwerer und daher energiefressender als herkömmliche Autos. Sie haben zwar einen etwas niedrigeren Durchschnittsverbrauch, benötigen aber viel mehr Energie und Rohstoffe bei der Herstellung.

Wissen Sie, ein jeder kann sein Auto in ein "Ökoauto" umwandeln, ohne gleich ein neues Blech- und Elektronikmonster zu kaufen. Das geht ganz einfach.
Es genügt, sich eine spritsparende Fahrweise anzugewöhnen. Anstatt also sinnlos über dieses globale Thema Klimaschutz zu reden, was eh nicht viel bringt, widmen wir uns hier lieber dem Praktischen. Denn das bringt wirklich was.
Spritsparen schont Umwelt und Geldbeutel. So einfach ist das mit dem Klimaschutz.
Heute gibt es ja überall schon diese Spritsparkurse, an denen man teilnehmen kann. Ich halte diese für unnötige Abzocke. Was kann man da denn lernen, was man nicht auch so lernen kann? Alle Informationen zum Thema spritsparend fahren sind frei und kostenlos verfügbar! Für einen solchen Kurs noch Geld auszugeben, ist angesichts dieser Tatsche eher unsinnig. Umweltschutz muss nichts kosten!


Spritspartipps
Die folgenden Spritspartipps sind der Reihe nach sortiert. Das heißt, der erste bringt am meisten. Es sei vielleicht noch gesagt, dass erst die kontinuierliche Anwendung dieser Regeln echte Ersparnis bringt. Es nutzt wenig, wenn man nur einen Tag im Monat versucht Sprit zu sparen. Hier gilt wie in vielen andern Bereichen des Lebens: Ehrgeiz zahlt sich aus!

Spritsparregeln:

1. Auto stehen lassen, Kurzstrecken vermeiden
Ein Auto, das man stehen lässt, braucht auch keinen Sprit. Fahren Sie doch mal mit dem Fahrrad, oder gehen auch mal zu Fuß. Oft kann man den Einkauf um die Ecke ohne Auto erledigen. Viele fahren auch täglich mit dem Rad zur Arbeit, wenn das Wetter es zulässt. Auch mehrere Kilometer sind kein Problem. Betrachten Sie es als Ansporn: Je größer die Entfernung ist, die man ohne Auto zurücklegt, desto größer ist die Spritersparnis.
Das Auto stehen lassen verringert den Benzinverbrauch um 100%, fördert die Gesundheit, entlastet die Umwelt und ihren Geldbeutel.
Bei Kurzstrecken von wenigen Kilometern wird zudem nicht mal der Motor richtig warm. Das Motoröl schmiert aber erst ab einer bestimmten Temperatur richtig gut. Daher ist der Verbrauch und der Verschleiß des Motors auf den ersten Kilometern am größten. Unmittelbar nach dem Start, kann der Verbrauch bis zu 40 Liter/100km betragen. Vermeiden Sie daher Kurzstrecken und bevorzugen Sie die Kraft Ihrer Beine. Auch über das bilden von Fahrgemeinschaften kann nachgedacht werden.


2. Frühes Schalten
Gewöhnen Sie es sich an, möglichst früh in den nächst höheren Gang zu schalten. Oft ist dies schon bei 2000 Umdrehungen pro Minute möglich. Kleine Gänge verbrauchen ein vielfaches an Sprit pro Kilometer. Das liegt daran, dass bei kleinem Gang der Motor viel öfter drehen muss, um die selbe Strecke zurückzulegen. Öfter drehen bedeutet aber auch: Mehr Verbrennungsvorgänge, öfter die Reibung überwinden, also: Mehr Verbrauch.
Schalten Sie daher immer sobald wie möglich in den nächst höheren Gang, und sehen Sie zu, dass sie ihn schnell erreichen. Dazu darf auch mal fester aufs Gaspedal getreten werden. Wenn Sie im höchsten gang angekommen sind, bleiben Sie drin, solange es geht.
Höherer Gang = weniger Verbrauch.

2. a) Niedertourig fahren
Fahren Sie mit kleinen Drehzahlen. Also immer im höchst möglichen Gang, jedoch noch so, dass der Motor rund läuft und nicht stottert. Schalten Sie also auch möglichst spät zurück in einen kleineren Gang. Höhere Drehzahl bedeutet, wie oben schon gesagt, mehr Verbrauch. Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass geringre Drehzahlen auch weniger Lautstärke bedeuten.


3. Vorausschauendes Fahren
Gasgeben - bremsen, Gasgeben - bremsen. Kennen Sie diesen Fahrstil? Gerade noch den langsamen "Penner" mit Vollgas überholt, eine Minute später stehen beide direkt hintereinander an der Ampel. Vorrausschauend fahren heißt, diesen Fahrstil, "Gasgeben - bremsen", aufzugeben.
Bei jedem Bremsvorgang verwandelt sich die vorher aus Kraftstoff gewonnene Bewegungsenergie Ihres Fahrzeuges komplett in Wärme. Sie verpufft in der Bremsanlage. Man jagt also regelrecht den Sprit durch die Bremsen.
Gasgeben = Sprit weg.
Bremsen = Sprit weg.

Wer vorrausschauend fährt, versucht unnötiges Gasgeben und bremsen zu vermeiden. Meist kann man weit vor einer roten Ampel schon vom Gas gehen und den Wagen ausrollen lassen. Man muss dann kaum noch bremsen. Wenn man Glück hat, springt die Ampel in der Zwischenzeit sogar auf grün und man kann die restliche Bewegungsenergie des Fahrzeuges gleich wieder beim Beschleunigen nutzen. Dass eine solche Fahrweise Sprit spart, sollte einleuchten.

Vorrausschauend fahren bedeutet z.B. auch, auf der Landstraße zwischen zwei Ortschaften, die nur 600 Meter auseinander liegen, nicht erst noch auf 90 oder 100 km/h zu beschleunigen. Wenn abzusehen ist, dass man eh wieder bremsen muss, braucht man auch nicht so viel Gas zu geben. Die Physik lehrt uns, dass es die vierfache Energie benötigt, um auf die doppelte Geschwindigkeit zu beschleunigen. Wer vorrausschauend fährt, gibt beim Verlassen der ersten Ortschaft also nur wenig Gas, und braucht nicht bremsen, wenn er die zweite erreicht. So hat er jede Menge Sprit gespart.

Eine solche Fahrweise kann man lernen, sie ist manchmal natürlich etwas langsamer. Außer der Spritersparnis bringt sie allerdings noch weitere Vorteile: Vorrausschauendes Fahren erfordert mehr Abstand zum Vordermann und erhöht so die Sicherheit. Mehr Abstand bedeutet zudem weniger Steinschlag auf der Frontpartie Ihres Wagens.
Und durch eine Vorrausschauende Fahrweise wird die gesamte Bremsanlage geschont. Bei jedem Bremsvorgang verschleißen die Bremsklötzer und -Scheiben. Je mehr ich bremsen muss, desto schlimmer. Es ist also nicht nur Spritsparend, wenn man weniger bremsen muss, sondern man spart sich auch schon mal neue Bremsklötzer. Man kann durch vorrausschauendes Fahren auch Schlaglöchern etc. besser ausweichen. Man schont somit also auch das gesamte Fahrzeug.


4. Langsamer Fahren
Jetzt kommt, womit Viele bestimmt wenig anfangen können. Dennoch ist es eine Tatsache, dass man bei Tempo 150 mehr Sprit verbraucht als bei Tempo 120, und bei Tempo 100 mehr, als bei Tempo 70 km/h.
Bei doppelter Geschwindigkeit ist der Luftwiderstand viermal so hoch!
Ich kann mir vorstellen, dass einige mich jetzt für blöd halten oder über mich schimpfen werden, nun, dann tun Sie das ruhig. Dennoch möchte ich folgende Aussage machen:
130 km/h auf der Autobahn und 80 km/h auf der Landstraße sind eigentlich noch viel zu hoch. Am sparsamsten fährt ein Auto im höchsten Gang und dabei bei der kleinsten Geschwindigkeit, in der sich dieser Gang sauber, also ohne Ruckeln oder Stottern fahren lässt. Das schlägt jetzt sicher ein wie eine Bombe, aber es ist am sparsamsten, auf Landstraßen Tempo 50 oder 60km/h zu fahren - im höchsten Gang wohlgemerkt.
Da man so aber schnell zum Verkehrshindernis wird, tut man vermutlich doch gut daran, etwas schneller zu fahren.
Mir geht es hier nicht darum Vorschriften zu machen wie schnell man fahren sollte. Ich möchte lediglich die Dinge darlegen wie sie sind. Es ist jedem selbst überlassen, was er daraus macht. Fakt ist, dass sich bei höheren Geschwindigkeiten, aufgrund des quadratisch steigenden Luftwiderstandes, der Verbrauch immer stärker erhöht.
Wie beim Vorrausschauenden Fahren gilt hier: Lassen Sie es etwas ruhiger angehen, es schont Ihren Geldbeutel, Ihr Fahrzeug und erhöht außerdem die Sicherheit.


5. Motor abstellen
Wann immer man an einer roten Ampel, einem Bahnübergang oder in einem Stau steht, den Motor abzuschalten lohnt sich bereits ab einer Wartezeit von 20 Sekunden. Ein Motor, der nicht läuft, braucht auch keinen Sprit. Ein Motor aber, der bei stehendem Fahrzeug läuft, hat den höchsten Durchschnittsverbrauch überhaupt. Er verbraucht nämlich Sprit pro null Kilometer.
Der Motor ist dazu da, das Fahrzeug zu bewegen, im Stand ist er überflüssig.
Daher gilt: Bei längeren Wartezeiten Motor aus.

5. a) Kein Warmlaufen lassen
Auch das Warmlaufen lassen des Motors im Winter, vor dem Losfahren, sollte vermieden werden. Im Leerlauf wird der Motor ohnehin schlecht warm, viel besser hingegen beim Fahren, da er hier unter Last arbeiten muss. Man sagt, dass es auch schonender für den Motor ist, gleich nach dem Starten loszufahren. Gerade im Winter. Wie bereits in Punkt 1. dargelegt, schmiert das Motoröl erst richtig gut, wenn der Motor warm ist. Es ist daher ratsam diesen möglichst schnell warm zu bekommen. Im Leerlauf jedoch dauert es ewig. Also läuft der Motor hier mit "schlechtem" Öl, die Reibungsverluste sind hoch und der Verschleiß der Motorteile ebenso. Und damit ist auch der Verbrauch hoch.
Am sinnvollsten ist es daher, sofort nach dem Starten des Motors loszufahren. Oder andersrum: Den Motor erst zu starten, wenn es auch gleich losgehen kann.


6. Reifendruck
Der Luftdruck der Reifen wirkt sich mehr auf den Verbrauch aus, als Sie vielleicht denken. Die Fahrzeughersteller geben generell für ihr Fahrzeug einen empfohlenen Luftdruck an. Dieser kann problemlos um ~0,3 bar an der Vorderachse und ~0,2 bar hinten erhöht werden. Die Hersteller geben gern etwas weniger an, da bei weniger Reifendruck der Fahrkomfort etwas besser ist. Schließlich federn die Reifen ja auch einen Teil der Unebenheiten der Straße ab. Ein Reifen mit höherem Druck kann dies schlechter.
Aber dafür rollt er viel besser!!!
Generell verträgt der Reifen einen Druck bis zum angegebenen Höchstwert des Reifenherstellers. Sie können Ihr Fahrzeug also auch mit 3 bar vorn und hinten mal probieren, wenn Sie den maximal zulässigen Druck nicht überschreiten! Das Manko dabei ist halt, dass der Reifen die Bodenunebenheiten schlechter schluckt und dafür das Fahrwerk etwas mehr beansprucht wird. Ein zu prall aufgepumpter Reifen wird sich auch ungleichmäßig abnutzen, nämlich mittig mehr als außen.

Man kann jedoch sagen, dass bei etwa 0,3 bar mehr Luftdruck als vom Fahrzeughersteller empfohlen, gewisse Optima zusammentreffen. Probieren Sie einfach mal aus, wie es Ihnen am besten gefällt. Ich persönlich bemerke jedenfalls einen spürbaren Unterschied im Rollen und fahre generell etwas höheren Luftdruck.

Wichtig: Ein höherer Reifendruck erhöht auch die Sicherheit. Insbesondere kann sich der Bremsweg verkürzen. Bei Reifen mit zu wenig Druck verlängert sich dieser. Fahren Sie auch daher niemals unter den Herstellerangaben ihres Fahrzeuges!

Was mir noch aufgefallen ist: An Tankstellen zeigen die Druckmesser manchmal mehr an, als meiner zu Hause. Das mag darin begründet sein, dass die großen Tankstellenketten sehr genau wissen, dass sich der Verbrauch bei geringerem Luftdruck erhöht. Generell könnte man beim Druckmessen an Tankstellen vom gemessenen Wert etwas abziehen. Wenn Sie dort also 2,5 bar messen, gehen Sie davon aus, dass nur 2,3 bar drauf sind.


7. Gaspedal streicheln, Motor bremsen lassen, rollen lassen
Haben Sie erst einmal in den höchsten Gang gewechselt, fahren Sie möglichst gleichmäßig. Auf ebenen Strecken streicheln Sie das Gaspedal am besten nur leicht. Wenn Sie den Reifendruck etwas erhöht haben, und nicht zu schnell fahren, reicht dies dann meist schon aus. Denken Sie immer daran, Ihr Fahrzeug hat Räder. Lassen Sie es rollen, dazu braucht man manchmal nicht mal einen Fuß am Gas.
Auf leicht abschüssigen Strecken schalten Sie in den Leerlauf und der Luftwiderstand wird das Fahrzeug bremsen. Tut er das nicht ausreichend, legen Sie einen passenden Gang ein und lassen den Motor bremsen. Heute haben eigentlich alle Motoren eine Schubabschaltung, das heißt, die Spritzufuhr des Motors wird unterbrochen, wenn dieser bremst. Lassen Sie also bei steilerem Gefälle den Gang eingelegt und den Motor bremsen, dann braucht Ihr Wagen null Sprit. Bei nur leichtem Gefälle - wenn die Motorbremse zu stark wäre - benutzen Sie besser den Leerlauf.


8. Elektrische Verbraucher
Alle elektrisch betriebenen Geräte des Fahrzeugs ziehen Ihre Energie aus der Lichtmaschine und der Batterie. Diese wiederum werden vom Motor versorgt, und der aus dem Tank. Daher verbraucht auch jeder elektrische Verbraucher Ihres Fahrzeuges über Umwegen Sprit.
Somit gilt: Je mehr elektrische Verbraucher laufen, desto höher der Spritverbrauch. Besonders Klimaanlagen und hochgerüstete Audiosysteme können erhebliche Mengen Energie schlucken. Bei Lüftern auf der ersten Stufe und einfachen Radiosystemen wird der Spareffekt allerdings eher gering sein.


9. Spritsparreifen
Es gibt von verschiedenen Herstellern Reifen, die speziell auf bessere Rolleigenschaften, also weniger Verbrauch, ausgelegt sind. Viele mögen sich fragen, ob dieser Effekt sich überhaupt bemerkbar macht, oder nicht doch viel zu gering ist. Die Antwort ist: Es macht sich bemerkbar. Spritsparreifen bringen was, oft sind sie zudem leiser als normale Bereifung. Schließlich kostet auch Schallwellen erzeugen unnötige Energie.
Leider sind solche Spritsparreifen meist teurer als herkömmlich Reifen. Ob sich somit insgesamt noch eine finanzielle Ersparnis ergibt, kann ich nicht wirklich sagen. Ich halte es aber dennoch für möglich.
Aus Gründen des Umweltschutzes empfiehlt sich aber auf alle Fälle, beim nächsten Reifenkauf mal darüber nachzudenken.


10. Entrümpeln
Jede Masse in und an Ihrem Fahrzeug muss beim Fahren mit beschleunigt werden, verbraucht also ebenfalls Kraftstoff. Versuchen Sie daher immer, alles Unnötige vor der Fahrt aus dem Fahrzeug zu schaffen. Viele halten sogar das Ersatzrad für unnötig. Fahren Sie also keine Wasserkästen, Bücherkisten oder sonst etwas spazieren, räumen Sie in Ihrem Auto mal richtig auf und verbannen selbst alte CD´s wieder hinaus. Der Dachgepäckträger gehört auch nur ans Auto, wenn Sie ihn benutzen. Sonst ist er Gewicht und bietet Luftwiderstand.
Alles raus was nicht sein muss. Jedes Kilogramm weniger Gewicht bedeutet Sprit gespart.


11. Leichtlauföle
Leichtlauföle sind Motoröle, die besser, vor allem bei kaltem Motor schmieren. Sie sind aber teurer als herkömmliche Motoröle. In der Regel gilt: Der Einsatz von High-Tech-Ölen lohnt sich kaum, zumal beim nächsten Ölwechsel eh alles im Eimer ist - das Öl meine ich.
Normale Qualitätsmotoröle schmieren bei warmem Motor ausreichend. Es gibt hauptsächlich Unterschiede bei kaltem Motor. Ein normales Motoröl wird bei Kälte immer dicker, verteilt sich dann nicht mehr so leicht und schmiert schlechter. Bei den vollsynthetischen Leichlaufölen ist dieser Effekt bedeutend kleiner. Sie haben auch bei niedrigen Temperaturen noch sehr gute Schmiereigenschaften. Daher kann gesagt werden: Der Einsatz von speziellen, besseren Motorölen lohnt wenn, dann bei Fahrzeugen, die häufig Kaltstarts machen bzw. Kurzstrecken fahren müssen. Wer öfter Fernfahrten macht, ist mit einem normalen Markenöl völlig ausreichend bedient.


12. Was eher nichts bringt ...
... sind Wundermittel wie Magnete um die Benzinleitung, Platingas-Einspritzungen oder anderer Firlefanz. Auch die oft gepriesenen Motorbeschichtungen, die man dem Öl zugibt, haben eher keine Wirkung auf den Spritverbrauch. Worauf dies alles aber eine Wirkung hat, ist Ihre Brieftasche - wenn Sie den Kram kaufen. Sparen Sie sich das Geld.

Soweit zu den wichtigsten Tipps, die man befolgen kann, um Sprit zu sparen.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass erst die Kombination aus all diesen Dingen und der nötige Ehrgeiz die wirklich große Spritersparnis bringt. Das Sparpotenzial beträgt ohne den Punkt 1. beträgt bis zu 30% oder sogar noch mehr.
Ich selbst fahre einen Opel Corsa und komme auf einen Verbrauch von ca. 5,6 Litern im Winter und 4,9 Litern im Sommer. Die Herstellerangabe beträgt kombiniert (Stadt/Landstraße) 5,7 Liter. Dazu soll aber gesagt sein, dass ich in einer hügeligen Gegend wohne, fast nur Kurzstrecken fahre (meist unter 5 km) und dabei noch fast drei Ortschaften passiere. Da besonders auf Kurzstrecken und im Winter der Verbrauch erhöht ist, lässt sich mein tatsächlicher Verbrauch eher mit dem von Opel angegebenen Stadtverbrauch vergleichen. Und dieser beträgt dann immerhin schon 7,5 Liter /100 km.

Wichtig beim Spritsparen finde ich noch, dass dies alles aus dem richtigen Grund getan wird. Wenn man nur sparsam fährt, weil man geizig ist, könnte das Leben bald irgendeine böse Überraschung bringen. Fahren Sie daher am besten aus Liebe und Achtsamkeit sparsam, um die Umwelt und Ihre Umgebung, Ihre Nerven und Mitmenschen zu schonen. Mir selbst ging es so, dass ich die besten Erfolge beim Spritsparen erzielt habe, wenn ich es zur Schonung der Natur tat. Tun wir das alles daher nicht aus Gier für uns selbst, sondern aus Liebe zu anderen. Wenn wir es aus Liebe tun, so wird dies in irgendeiner Form auf uns zurückfallen. Tun wir es aus Geiz, aus Gier, wird auch diese irgendwie auf uns zurückkommen.
Der sparsame Mensch lebt sparsam aus Achtsamkeit, nicht aus Gier. Nur so wird wahrer Reichtum erschaffen.
Gier bedeutet Entzug. Ich möchte meiner Umgebung etwas entziehen und mir hinzufügen. Es ist daher Nehmen. Nun, am Nehmen selbst ist nichts schlechtes, jedoch ist dies der Zustand in dem die Welt schon ist. Achtsamkeit hingegen, ist Geben. Sprit sparen um der Achtsamkeit vor allen Dingen, um der Schonung der Ressourcen, des Lebens willen, ist Geben, nicht Nehmen. Und damit Liebe, nicht Angst.


Es war einmal ein Mann, der im Sommer seinen täglichen Weg zur Arbeit, zum Schutz der Natur mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegte. Dabei hatte er neben den Ortschaften noch etwa einen Kilometer Landstraße zu bewältigen. Eines Tages, es war ein kühler Spätsommertag und leichter Nebel durchdrang die Luft, geschah etwas außergewöhnliches. Wie er so mit seinem Fahrrad lautlos, die wenig befahrene Straße entlang, durch die Dunkelheit der Morgendämmerung glitt, sah er auf einmal direkt vor sich am Straßenrad ein paar Rehe in der Wiese. Sie schienen ihn gar nicht zu bemerken. Immer näher rollte er auf sie zu. "Rehe", dachte er, "wie wunderbar" . Erst, als er auf weniger als zehn Meter an ihnen vorbei fuhr, bemerkten sie ihn, erschraken sich aber kaum, als ob sie wussten, dass er keine Bedrohung war. Sie drehten sich ab und liefen nur kurz ein paar schnelle Schritte weg. Da war der Mann mit seinem Fahrrad auch schon an ihnen vorbei. Ganz nah hatte er sie gesehen. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte er ihnen quasi in die Augen blicken können, er sah das Fell, hörte ihre Hufe durchs Gras pflügen. Tränen der Freude eines solchen Augenblickes und der Demut vor der Schöpfung füllten seine Augen.
Ich weiß nicht, wie dieser Morgen verlaufen wäre, wenn ich mit dem Auto gefahren wäre. Ich weiß aber, dass er anders gewesen wäre. Er wäre normal gewesen.


In der nächsten Ausgabe des natur-reich-Briefes wird ein Fahrt-Beispiel stehen, indem wir sehen, wie die Spritspartipps praktisch angewandt werden können.





2. Zitat des Tages
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"Sparsamkeit in allen Dingen ist die vernünftige Handlung eines rechtdenkenden Menschen."

Immanuel Kant (1724-1804)





3. Bienensterben
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Dass es die Honigbienen in den letzten Jahren nicht leicht hatten, ist nichts Neues. Dass sie aber plötzlich großflächig verschwinden, sollte Grund zur Sorge geben.
In einem Artikel der "Süddeutsche" wird beschrieben worum es geht:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/352/105247/1/print.html

Noch sind nicht alle Bienen verschwunden, und dass nicht alle Völker den Winter überstehen ist auch normal. Dennoch spricht es vielleicht Bände, dass es soetwas wohl noch nie zuvor gegeben hat, und es sollte Grund zum Nachdenken geben.





Bis zur nächsten Ausgabe,
Ihr ronny



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