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alternative Ansichten - Vermögensaufbau - Naturgesetze


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Ausgabe 12
 

vom 14.09.2007


Der natur-reich-Brief


"In der Natur gibt es keine Armut. Armut hat der Mensch erfunden."



Inhalt:

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1. Anleitung zum reich werden
2. Zitat des Tages
3. Musterdepot
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1. Anleitung zum reich werden
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Liebe Leser,

was macht es schon, wenn ein Newsletter-Dienst nur Dateien unter 40 kB Volumen akzeptiert. Man könnte sich darüber ärgern, sicher.
Man könnte sich auch ärgern und den Dienst wechseln. Oder man könnte sich ärgern, dass man vorher so viel geschrieben hat und es jetzt korrigieren muss, was bedeuten würde, dass man die Hälfte umsonst geschrieben hat.
 Wenn jemand einem einen Knüppel zwischen die Beine wirft, dann springt man am besten einfach kurz hoch, so dass der Knüppel ins Leere fliegt.
Statt mich also schwarz zu ärgern, habe ich diese etwas voluminösere Ausgabe des natur-reich-Briefes einfach in zwei Teile aufgegliedert. Den ersten erhalten Sie heute, den zweiten morgen.

Nun zum Thema dieser Ausgabe:



ANLEITUNG ZUM REICH WERDEN:

Eine Anleitung zum reich werden wollten schon viele haben. Fast eben so viele können Ihnen eine solche Anleitung geben. Das Problem ist nur: Die funktionieren meistens sehr schlecht.
Die Schreiber glauben dafür sehr genau zu wissen, was gut für andere Leute ist. So, jetzt habe ich in meine eigene Suppe gespuckt, also fang ich gleich zu Beginn schon mal an zu rudern...
Diese Anleitung kann funktionieren oder auch nicht. Es kommt beim "Reichwerden" nicht mal auf die Anleitung an. Anleitungen sind immer schlecht. Denn sie "passen" nie wirklich.
Wenn es jemand geschafft hat reich zu werden, oder mit irgend etwas gut gefahren ist, dann ist dieser oft davon überzeugt, dass das, was er gemacht hat oder macht, bei anderen Menschen auch funktioniert. Das er selbst vielleicht nur Glück hatte und andere Menschen anders sind als er, und jeder seinen eigenen Weg finden und gehen muss - leuchtet dabei eher selten ein. So "passt" eine Anleitung nie 100%ig auf einen anderen Menschen, lediglich auf den, der sie geschrieben hat. Eine Anleitung wird von dem Verfasser immer verstanden, und er hält sie für genial, nur ob jemand der sie liest etwas damit anfangen kann, ist eine andere Frage.

Also gehen Sie besser nicht nach dieser Anleitung vor, denn sie passt vielleicht nicht auf Sie, genau wie alles andere von anderen Leuten eher unpassend ist. Oder passen Ihnen die Klamotten von einer wildfremden Person? Wenn ja, sind es immer noch die Klamotten eines anderen, nicht ihre.

Wenn wir alle das machen, was die Anderen uns empfehlen, dann machen wir ohnehin alle das Gleiche. Und wenn alle das Gleiche machen, können unmöglich alle davon profitieren. Wenn alle genauso viel besitzen, jeder wie der Andere, ist keiner von ihnen reich (nach landläufiger Definition von Reichtum = besonders viel Besitz). Es ist so nicht möglich, dass alle oder ein einzelner von ihnen reich wird.

Reichtum ist im Prinzip nichts anderes, als einen vorteilhaften Standpunkt gegenüber anderen Menschen zu haben. Einen Vorteil gegenüber Anderen zu er-reich-en, ist jedoch unmöglich, wenn man das Selbe wie Andere tut. Damit erreicht man allenfalls den Durchschnitt. Und der Durchschnitt kann für jemanden der reich werden will, unmöglich ausreichend sein.  Nicht aus-reich-end: Am Ende nicht reich!

Daher lautet die erste Regel für Menschen die reich werden wollen:


1. MACH DEIN EIGENES DING!

Jeder Mensch ist anders, hat andere Fähigkeiten, andere Bedürfnisse, Talente, andere Gedanken (sollte er zumindest haben), sieht anders aus, kann besser mit dem einen als mit dem anderen Ding oder Person, usw... .  Daher kann es niemals eine Anleitung zum Reichwerden geben, die für alle gleich gültig ist. Und auch diese hier kann dies nicht und sie erhebt auch nicht den Anspruch es zu können.
Jeder muss sich seine eigene Anleitung schaffen, die individuell für ihn "passend" ist.
Vielleicht sollte man deshalb auch ganz genau überlegen, ob das, was der Bank- oder Vermögensberater einem gegenüber für sinnvoll hält, es auch ist. Denn es sind erstens "seine Klamotten", die er uns anzudrehen versucht, und die passen vielleicht nicht, und zweitens, wenn dieser allen das Selbe erzählt, und jeder auf ihn hört, dann befinden wir uns bereits wieder im Durchschnitt. Durchschnitt - reich(t) nicht (aus): Am Ende nicht reich!
So bleibt auch in Frage zu stellen, ob z.B. eine "Riester-Rente" wirklich sinnvoll ist, denn was uns allen gleichermaßen aufgeschwatzt wird, kann maximal Durchschnitt sein.
Das muss nicht unbedingt heißen, dass etwas Durchschnittliches schlecht ist, jedoch ist es etwas für den Durchschnitt.
Reichsein bedeutet aber, wie oben geschrieben, gegenüber dem Durchschnitt in einer vorteilhaften Position zu sein - "besser zu sein", und das geht nur, wenn man anders ist und andere Dinge tut als der Durchschnitt.

"Besser sein" muss nun nicht bedeuten, dass man etwas besser macht als andere. Wenn man etwas besser macht als andere, dann macht man ja immer noch das Gleiche. Nur besser eben. Also befinden wir uns schon wieder nahe am Durchschnitt. Verflixt. So wird das also eher nichts.

"Besser zu sein" kann jedoch auch dadurch "besser" sein, weil es einfach etwas Anderes ist. Lassen Sie mich das an einem Beispiel erklären:
Wenn alle Musikgruppen der Welt -bis auf eine- die selbe Musikrichtung spielen würden, manche perfekt, manche eher schlecht, dann wäre diese eine Band, die eine andere Musikrichtung spielt - obwohl sie das vielleicht nicht besonders gut macht - dennoch im Vorteil (in einer vorteilhaften Position) gegenüber den selbst perfekt spielenden Durchschnittsbands. Das "besser sein" entsteht hier nicht durch Perfektion, oder weil die Band einfach gut ist, auch nicht weil die Mitglieder sich für Götter halten, sondern durch den völlig anderen Standpunkt. Selbst wenn diese Band in der ihren, eigenwilligen Musikrichtung, nur mäßig gute oder sogar eher schlechte Musik macht, wird sie ihre Fans haben, einfach weil sie ANDERS ist. Sie macht ihr komplett eigenes Ding und nicht das, was alle machen.  Daher ist sie in einer vorteilhaften Position.

Die zweite Regel für Menschen die reich werden wollen lautet also:


2. DU BRAUCHST DAS, WAS DU TUST, NICHT PERFEKT TUN.  WICHTIG IST ABER, DASS DU ES TUST. (Beachte dabei dass die erste Regel eingehalten wird!)

Am Beispiel unserer Musikgruppe sehen wir dies sehr gut: Sie macht Erstens ihr eigenes Ding und Zweitens -ganz wichtig- sie tut es auch, spielt auch Musik und denkt nicht nur daran. Ständig "reich werden zu wollen", bringt überhaupt nichts, wenn man nichts tut. Man legt allenfalls seinen Standpunkt fest, der besagt: "Ich bin nicht reich." (Denn ich will es ja erst werden...)
Wenn unsere Musikgruppe nur vom Auftreten und von Erfolg träumen würde, ohne es zu tun, dann wäre sie ein Nichts. Erst indem sie es auch wirklich tut, wirklich auf die Bühne geht und spielt (und sei die Bühne noch so klein) beginnt sie, reich zu sein und reich zu werden.

Man muss das, was man tut, nicht perfekt können - wichtig ist nur, dass man es tut, und es (eben nach den eigenen Möglichkeiten) versucht gut zu machen.


Die dritte und wichtigste Regel - "Moment mal", könnte der ein oder andere jetzt denken, "warum kommt denn die wichtigste Regel nicht gleich am Anfang?" Gute Frage, ich weiß es nicht. Ich mache eben mein eigenes Ding hier ...

Also die dritte und wichtigste Regel lautet:



3. NIMM DIR NICHT MEHR ALS DAS, WAS DU BENÖTIGST.

Das einzige, was uns davon abhält reich zu sein, ist unsere Gier. Wer immer mehr will, wird nie genug haben. Wer nie genug hat, wird immer arm sein.

Lassen Sie sich die letzten beiden Sätze ruhig mal auf der Zunge zergehen.

Wenn wir uns nur das nehmen würden, was wir wirklich notwendig brauchen, wären wir auf der Stelle reich. Dem ein oder anderen Leser mag diese Behauptung absurd vorkommen, aber es ist Tatsache.

Was zeichnet denn einen reichen Menschen aus? Wann gilt man als "reich"? Wenn man 10.000 Euro auf dem Konto hat? Oder bei 100.000? Oder erst bei einer Million? Vielleicht auch erst bei mehreren? Ein Obdachloser würde vielleicht schon einen Betrag von 1.000 Euro als reich ansehen, manch Schulkind in Albanien oder Weißrussland schon 50 oder sogar 10 Euro.
Ist es nicht so, dass Reichtum für jeden etwas anderes darstellt? Wer es nie gekannt hat, wirklich arm zu sein, sondern von Geburt an in Saus und Braus lebte, der wird sich bereits als arm ansehen, wenn er sich mal nach sieben Jahren kein neues Auto kaufen kann. Wer in ganz unteren Verhältnissen lebt, wird sich schon für reich halten, wenn er sich ein gebrauchtes Auto kaufen kann. Wer meist nicht genug zu Essen hat, für den ist Reichtum schon, wenn man Vorräte für eine Woche besitzt oder kaufen kann.

Reichsein hat weniger mit dem Kontostand zu tun. Ein Konto ist nicht reich oder ist es nicht. Wir sind es.
Reichtum beginnt in uns, und nicht in der Brieftasche. Wenn ich genug habe, mehr als ich will, BIN ICH REICH. Wenn ich weniger habe als ich will, bin ich arm. Unser "Wollen" definiert unser Sein. Und unser "Wollen" unser "Haben-wollen", was anderes ist dies als Gier?

Kennen Sie das: Sie sehen Etwas, irgendwo, oder es gibt ein neues Produkt, das so viel besser ist, und Sie wollen es unbedingt haben? Sie müssen es haben!(?)
Das Traumauto, die Traumwohnung, eine Küchenmaschine, einen Computer, oder ein neues Computerspiel, ein Eis, ein schönes großes Eis? Oder ein kühles Bier, jetzt und hier!? Ein paar ausgefallene Schuhe, oder ein besonders cooles T-Shirt (zum heißen Preis)? Ein Super-Rasierer, oder das neueste Parfüm, schöneres Make-Up, ein Traumurlaub, tolles neues Handy- kann ja so viel mehr, neue Digicam, anderes Fahrrad, Sitzbezüge in Wagenoptik, andere Reifen und schönere Felgen, oder vielleicht einfach mal eine nette Kleinigkeit -warum eigentlich nur eine- so ne Solar-Gartenlampe oder einen kleinen Ton-Frosch, ein wenig Deko in die Wohnung, oder mal ein Zeitschriftenabo oder zwei, oder wenigstens Zigaretten, man verlangt ja nicht viel ...

Wie viel Geld haben wir eigentlich schon in all die Dinge in unserem Leben investiert, die wir nicht wirklich brauchten? Oder brauchten wir das alles wirklich? Wären wir gestorben oder verelendet, ohne diese ganzen Sachen? Schauen Sie mal zurück wieviel nutzloses Zeug Sie in Ihrem Leben schon gekauft haben.

Wenn wir uns nur das nehmen würden, was wir wirklich brauchen, wären wir auf der Stelle reich.

Kein Tier und keine Pflanze nehmen sich mehr als sie brauchen. Und - oh Wunder, für alle in der Natur ist genug da. Bei uns Menschen scheint irgendwie für kaum einen genug da zu sein. Ist das nicht irre? Wir sitzen hier vorm Computer weil wir anscheinend die Zeit haben, nichts Besseres zu tun, und lesen eine Anleitung zum Reichwerden. Warum? Warum lesen wir sie? Es kann dafür nur einen Grund geben: Nein, nicht weil wir arm sind. Weil wir DENKEN wir sind arm. Wir sitzen vorm Computer und lesen - wie kann ein armer Mensch so etwas tun?

Es ist unsere Gier, unser beständiges Haben-wollen, das uns glauben lässt, wir wären arm. Wir sehen einen "besser" gekleideten Menschen oder ein großes neues Auto und denken: "Boah, der muss reich sein". Das einzige was wir hierbei wirklich tun, ist: Wir sind neidisch. Und Neid ist auch nur Gier. Wir können noch nicht einmal wissen, ob der Typ in dem tollen Auto reich ist. Genauso gut kann er es nur geborgt bekommen haben oder es ist sein Lebenstraum einen Tag mal in einem tollen Auto zu fahren.
Oder vielleicht ist er auch nur unser Engel, der uns zeigen möchte, wie neidisch wir eigentlich sind und uns so auf sanfte Weise belehren möchte.

Die Gier ist der Begleiter der Neider und Habenichtse. Der Begleiter der Armen. Solange wir neidisch und "habenichts" sind, bleibt also nur die Armut für uns.
Wenn wir uns aber nur das nehmen würden, was wir wirklich notwendig brauchen, wären wir auf der Stelle reich. Denn dann hätten wir keinen Mangel an allen möglichen Dingen, wir hätten übrig. Und sei es nicht viel. Ein wirklich reicher Mensch hat immer übrig. Und wer übrig hat, ist immer reich. Wenn wir irgendwann einmal einen "Reichen" treffen, der "nichts übrig hat", so wissen wir, er ist auch nur ein armer Kerl...

Es ist lediglich unsere Gier, die Armut erzeugt. Wer gierig ist, hat nie genug, wer nie genug hat, ist immer arm. Wer sich nur das nimmt, was er wirklich benötigt, ist reich.

Für manch einen mag dies alles starker Tobak sein, denn manche müssen auch den letzten Pfennig noch umdrehen, um überleben zu können. Was aber eigentlich so nicht stimmt. Man braucht nämlich nicht mal Geld um zu Überleben. Wissen Sie wie viele Menschen auf der Welt jeden Tag (über-)leben, ohne überhaupt Geld notwendig zu haben? Es sind Millionen. Nein, nicht die Reichen.
Die vermeintlich Armen.
Es gibt immer noch Urvölker, die sich nur das nehmen was sie brauchen -die Ideologie vieler Urvölker- und damit alles haben, was sie brauchen. Ohne Geld.
Tatsächlich ist es so, das wir kein Geld brauchen um zu überleben, das einzige, was uns dies glauben lässt, ist unsere Angst. Die Angst ohne Geld sterben zu müssen - wobei der Tod vielleicht sogar ein geringeres Übel wäre als ein Leben in Angst. "Was soll denn nur werden, wenn ich kein Geld mehr habe, wenn ich dies, das und jenes nicht mehr bezahlen kann", das habe ich auch auch schon sehr oft gedacht. Die Gegenfrage, die mir dazu einfällt ist: "Was bin ich denn, solange ich diese Frage stelle?" Warum muss ich überhaupt "dies, das und jenes" bezahlen? Habe ich womöglich einfach zu viel? Zu viele Verpflichtungen? "Eigentum verpflichtet"? Wenn ich nichts hätte, wäre ich ungebunden - frei. Aber ich habe so viel, also muss ich mich sorgen alles zu verlieren. Was gibt es zu verlieren? Die Arbeit? Die Wohnung? Das Haus? Das Auto? Die Gesundheit, die Kinder, den Partner, das Ansehen, die Zukunft?
Dich selbst?
Vielleicht sind wir schon verloren, bemerken es nur nicht.


Wie kann man nun Bescheidenheit lernen? Eine kleine Übung kann vielleicht ganz hilfreich sein:
Nehmen Sie einen dicken Bestellkatalog, am besten einen, aus dem Sie schon öfter bestellt haben, und machen Sie es sich in Ihrem Lieblingssessel bequem. Richtig bequem. Nein, so doch nicht, ich meine ganz und gar wohlig bequem. Jaaaa. Kommen Sie zur Ruhe - und entspannen Sie sich ganz. Fühlen Sie wie alles gut ist, dass Sie vollkommen versorgt sind. In diesem Augenblick haben Sie kein Bedürfnis. Sie sind ganz entspannt und alle Sorgen weit weg. Es ist ein vollkommener Moment, ein vollkommener Zustand, in dem Sie einfach ruhig und versorgt sind. Sie sind ganz Sie selbst und fühlen sich wunderbar wohl.
Schlagen Sie nun den Katalog in aller Ruhe auf und schauen Sie sich all die vielen Dinge an, die es da gibt. Bleiben Sie sich dabei bewusst, wie wohl und vollkommen Sie sich in Ihrem Sessel fühlen.  Blättern Sie weiter und spüren Sie, dass alle Dinge, die es in diesem Katalog gibt, völlig unnütz sind. Ja, genau! Schauen Sie sich all diese völlig unnützen Dinge an! Das sind ja hunderte, tausende! All dieser Schnickschnack und so viel Krempel, den Sie nicht brauchen, weil Sie sich einfach wohl fühlen.

Wenn im Leben dann doch einmal eine Manie kommt, dass man irgendetwas unbedingt haben möchte, dann ist es oft hilfreich, sich einmal ein oder zwei Wochen zu zwingen, es nicht zu bekommen, es nicht zu kaufen. Oft verlöscht dann spätestens nach der dritten Woche der Wunsch wieder und dann sehen wir, dass es nicht wirklich etwas war, was wir für ein glückliches Leben brauchen, sondern lediglich ein kurzzeitiger Tripp, auf dem wir waren.

Damit hier kein falsches Verständnis aufkommt: Es geht nicht darum, alles zu verachten und auf Teufel komm raus geizig zu sein.
Herzenswünsche bleiben immer bestehen, und die kann, darv und sollte man sich auch irgendwann erfüllen. Kurzzeitige "Splins" aber, sollte man versuchen zu übergehen. Denn diese bleiben meist nicht lange bestehen und wenn wir in dieser Zeit dem Splin verfallen und es uns kaufen, wird es uns doch nicht lange glücklich machen.

Weniger zu wollen, kann mehr sein. Es ist besser sich einen großen langfristigen Herzenswunsch zu erfüllen, als tausend Kinkerlitzchen. Und vielleicht sind es gerade diese 1000 Begierden, die uns am Ende die Erfüllung unseres Herzenswunschs verhindern.



4. SPAREN

Hört sich vielleicht nicht mehr aktuell an, aber das Grundprinzip um ein Vermögen (wie groß es auch sein mag) aufzubauen, ist Sparen. Wenn ich mir etwas spare, dann lege ich eine Reserve zurück. Wenn diese Reserve im Laufe der Zeit wächst, dann wächst allmählich ein Vermögen. Tatsächlich ist es sogar von Anbeginn an ein Vermögen, denn sobald ein Teil von dem, was ich gerade nicht brauche, gespart wird, bin ich vermögend: Ich VERMAG ES, zu sparen, damit weniger auszugeben als ich einnehme.
Dies ist auch die Gesetzmäßigkeit, die Reichtum definiert:
Wenn das Einkommen abzüglich aller Ausgaben größer ist als null, habe ich mehr als ich brauche, bin ich reich. Im umgedrehten Fall (arm) zehre ich von Ersparnissen oder mache Schulden.
Wenn ich Schulden mache, stehe ich in einer Schuld. Wenn ich in einer Schuld stehe, bin ich nicht frei. Und wenn ich nicht frei bin, bin ich ein Sklave. Daher gilt es prinzipiell immer, Schulden zu vermeiden oder schnellstmöglich zurückzuzahlen, denn Schuldner sind Angekettete.

Die Gründe, warum heute viele Menschen glauben, Sparen sei altmodisch oder bringe nichts, sind vielschichtig. Da wäre zum Einen das Problem des "Sich arm Sparens". Wir kennen das zum Beispiel in der Form:
"Opa Erich hat jahrelang jeden Monat etwas Geld auf sein Sparbuch eingezahlt. Daran glaubend, dass dies die sicherste Form des Sparens ist, hat er so einen stattlichen Betrag zusammengespart. Leider muss er heute im Alter feststellen, dass er dafür bei Weitem nicht soviel kaufen kann, wie er es erwartet hat. Die Preise für alle Güter sind nämlich über die Jahre derart massiv gestiegen, dass der noch vor dreißig Jahren stattliche Betrag des Opas heute wie ein kleines Trinkgeld erscheint."
Oder so:
"Oma Erich wusste es besser als Opa, und hat das Geld gleich unters Kopfkissen getan. Was soll man bei 2% Zinsen denn erst sein Geld der Bank überlassen?  Sie wusste, dass bei einer Bankenkrise nicht mal mehr das Sparbuch sicher ist - der eigene Besitz besser ist. Leider muss auch sie heute feststellen, dass ihr Erspartes fast nichts wert ist, sogar der Opa hat noch ein wenig mehr."

Was ist hier passiert? Oma und Opa Erich haben die Inflation unterschätzt. Tatsächlich hatten sie diese noch nicht einmal berücksichtigt. Das geht heute vielen alten Leuten so, sie haben ihr ganzes Leben lang gespart und heute leben sie in ärmlichen Verhältnissen. Der Begriff des "Armsparens" entstand. (Sollte man vielleicht auch mal bei heutigen Formen der "Altersvorsorge" darüber nachdenken, ob es am Ende vielleicht auch nur "Armsparen" ist.)

Ein weiter Grund, warum Sparen heute als altmodisch angesehen wird, ist der Konsumrausch und das man heute nahezu alles auf Kredit kaufen kann. Die Werbung verspricht uns sofort all die Dinge, die wir uns wünschen, und die wir soooo dringend brauchen, sofort. Sofort können wir es haben und "in" sein. Zahlen brauchen wir erst später, oder - wenn wir das Geld nicht haben, kaufen wir auf Kredit. "Warum sollte man sich auch was schönes vorenthalten, nur weil man kein Geld hat? Also wirklich, das muss nicht sein. Gönn´ Dir doch mal was!"
Sparen wird uns heute von der Wirtschaft als altmodisch angepriesen, denn natürlich wollen diese ihre Produkte verkaufen. Denen ist es dabei völlig egal, ob der Kunde Geld hat, Hauptsache das Produkt wird verkauft. Dann wird eben auf Kredit verkauft - dem Kunden ein verlockendes Angebot gemacht. Ratenzahlung, ganz leicht, "Sparen ist altmodisch, heute lebst Du, komm schon, der andere hat das Ding auch schon, willst Du nicht auch dazugehören ..." 
- GLAUBEN SIE DEN GANZEN MÜLL NICHT.

Ein Beispiel aus der Natur wird uns hier eher leiten:
 Eichhörnchen sparen sich im Sommer und Herbst Nüsse und andere Leckereien und legen sie für schlechte Zeiten zurück. In dem Fall für den Winter. Sie wissen ganz genau, dass so lange der Sommer auch währt, so lange die schönen Tage auch bleiben, irgendwann eine Zeit des Mangels und der Knappheit kommt. Im Winter können sie so von ihren Ersparnissen leben und überstehen diesen auch.
Wenn unser Eichhörnchen im Sommer jedoch meint, Sparen sei altmodisch und nimmt lieber einen Kredit über 500 Nüsse auf, um sich irgend ein tolles Ding zu kaufen, dann bindet es sich damit daran, jeden Tag, sagen wir eine Nuss zurückzuzahlen, mit Zinsen 550 Tage lang. Da unser Eichhörnchen vom Sparen generell nichts hält, schafft es natürlich auch keine Vorräte für den Winter an - wozu auch, rundum versorgt wird es ja von der Natur, jeden noch so schönen Sommertag.  Solange das so ist, und es Nüsse im Überfluss gibt, ist es für unser Eichhörmchen auch kein Problem, jeden Tag eine Nuss aufzubringen, um den Kredit zurückzuzahlen. Doch oha - plötzlich eine Wetteränderung, die Tage werden rasch kalt und schlecht. Schnell liegt Schnee und keiner hat damit gerechnet. Plötzlich versiegt das Angebot an Nüssen und unser Eichhörnchen, das vom Sparen nichts hielt, kommt in Schwierigkeiten. Da es den Winter nicht überstehen kann borgt es sich noch einmal 100 Nüsse von einem sparsamen Eichhörnchen, welches - Gott sei es gedankt - einige übrig hat und auch großzügig dem Not leidenden Eichhörnchen gibt, welches sich dafür verpflichtet 110 Nüsse zurückzugeben.
Dennoch reichen die Nüsse hinten und vorn nicht und da unser Eichhörnchen die Kreditraten nicht bezahlen kann, kommt bald schon das Inkasso-Eichhörnchen und nimmt unserem Puschelschwanz erstmal die übrigen Vorräte (90 der gerade vom Nachbar geborgten 100 Nüsse) weg - der Kredit muss bedient werden! Da der Winter recht lang ist und unser Eichhörnchen schon bald wieder die Raten nicht zahlen kann, kommt erneut das Inkasso-Eichhörnchen, pfändet und nimmt schließlich das "tolle Ding" mit. Leider ist es aber schon gebraucht und nur noch die Hälfte wert.
Unser armes Eichhorn kommt nun kaum mehr über den Winter und wo es sich andere in ihrem Bau gemütlich machen, muss es irgendwie sehen, wie es an Nüsse kommt. Da gibt es folgende Möglichkeiten: Mehrarbeit für andere z.B. Schneeschippen, neuer Kredit, stehlen und betrügen.
Vor gar nicht all zu langer Zeit kam sich unser Eichhörnchen ach so clever vor - hatte ein tolles neues Ding (auf Kredit, "aber was macht das schon"), lebte jeden Tag aus, und verprasste seine Nüsse nur so. "Schließlich lebt man ja nur einmal."  Doch heute schimpft es über die Reichen, mit ihren Nüssen, über die Kreditgeber, die immer noch Nüsse haben wollen, über alles und jeden. "All diese Reichen Säcke mit ihren Nüssen, und ich hier muss schuften für die, die anderen sind an allem Schuld, ja, die haben es leicht, die bekommen immer alles in den A.... gesteckt, so viel möchte ich auch mal haben..."

Nein, sparen ist nicht mehr in. Nicht mehr nötig. Sie können es nämlich auch so machen wie unser Eichhörnchen.

Ich für meinen Teil glaube, dass Sparen immer noch der Grundstein ist, auf dem man ein Vermögen aufbauen kann. Nicht sparen zu können, ist Un-Vermögen: Am Ende nicht vermögend!  

Wem es bisher sehr schwer gefallen ist, etwas zu sparen, der könnte mal folgendes versuchen:
Je nach Einkommen einen Euro pro Woche oder einen pro Tag aus der Brieftasche nehmen und irgendwo zu Hause "weglegen", das kann das gute alte Sparschwein sein, oder einfach eine Schachtel, es spielt nicht so die Rolle. Wichtig ist nur, dass man es weit weg legt, ganz weit, wo man nicht in Versuchung kommen kann, dass wenn man mal schnell etwas Geld braucht, diese Ersparnisse gleich wieder wegnimmt. Das darf auf keinen Fall geschehen. Machen Sie dieses Sparschwein (oder den Gegenstand, wo Sie das Geld rein tun) heilig. Schaffen Sie sich das Ritual, jeden Tag oder jede Woche diesen bestimmten Betrag in diesem heiligen Tempel zu "opfern". 
Wenn Sie glauben, Sie haben zu wenig Einkommen um überhaupt irgend etwas davon zu sparen, dann versuchen Sie es mit einem Euro pro Woche. Das kann jeder schaffen. Ein bisschen Ehrgeiz gehört aber schon dazu. Wer mehr Einkommen hat, kann einen Euro pro Tag auf diese Weise ansparen, oder z.B. 10 Euro pro Woche, oder zwei Euro pro Tag oder noch mehr. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, lassen Sie es langsam angehen, setzen Sie den Betrag am Anfang sehr niedrig an, dass Sie es auch auf jeden Fall über die Dauer durchhalten. Also verdonnern Sie sich nicht zum Sparen, indem Sie jeden Tag einen Betrag aufbringen wollen, den Sie ohnehin nicht durchhalten. Fangen Sie lieber ganz klein an, und wenn es gut funktioniert, können Sie die Betraäge allmählich erhöhen.  Wenn Sie vergesslich sind, oder undiszipliniert, machen Sie sich einen Zettel, den Sie ganz GROSS irgend wo hinhängen, wo sie ihn täglich sehen. Wenn Sie einmal kein Bargeld haben, dass Sie ihrem "Tempel opfern" können, tun Sie am nächsten Tag für den Tag davor die doppelte Summe hinein. Bestrafen Sie sich ruhig ein wenig. Also wenn Sie z.B. jeden Tag einen Euro sparen, und an einem Tag haben Sie kein Kleingeld mehr in der Brieftasche, dann müssen Sie am nächsten Tag den einen Euro für den gerade bestehenden Tag "opfern", plus den Euro für den versäumten Tag, plus einen Euro für den versäumten Tag als "Strafe". Das ist vielleicht hart, jedoch hat dies den Nebeneffekt, dass Sie es lernen "flüssig" zu bleiben. Sie zwingen sich und lernen so im Laufe der Zeit, immer darauf zu achten, genug Geld zur Verfügung zu haben. Außerdem ist es ja kein Opfer in dem Sinne, das angesparte Geld gehört immer noch Ihnen und wird sie am Ende für alle Qualen, die Sie vielleicht erleiden, entlohnen.

Jetzt kommt vielleicht der Gedanke, dass Oma und Opa Erich ja auch so gespart haben, und es der falsche Weg war. Der Unterschied unseres Ansparens wir sein, dass wir nach genau einem Jahr, das Sparschwein knacken -den Tempel leerräumen- und mit dem Geld etwas anfangen. Oma und Opa Erich hätten nach dieser Methode auch ein kleines Vermögen erschaffen, nur sie wussten nicht, dass das Geld über die Jahrzehnte einfach immer wertloser wird. Sie wussten einfach nicht "Bescheid". Beide wollten eine sichere Form der Geldanlage und sind SICHER enttäuscht worden.

Die fünfte Regel für Menschen die reich werden wollen lautet daher:



5. WISSEN

Bei allen langfristigen Investmententscheidungen bedenken Sie die Inflation. Damit meine ich nicht die Steigerung der Preise, sondern den Verfall des Geldes. Das heutige Geld ist durch nichts gedeckt, sondern frei vermehrbar. Früher waren Gold und auch Silber Geld und später wurde das Papiergeld durch Gold unterlegt (gedeckt). Es konnte nur mehr Papiergeld erzeugt werden, wenn auch mehr Gold da war. In den 70er Jahren wurde dann auch im letzten Teil der Welt diese Deckung des Geldes durch Gold endgültig abgeschafft. Damit kann heute weltweit Geld nach Lust und Laune frei erzeugt und in Umlauf gebracht werden. Was auch getan wird. Und dies ist der einzige Grund, warum wir heute Inflation haben. Es gibt immer mehr Geld und somit hat dieses weniger Wert. Schließlich ist es mit Geld wie mit jeder anderen Sache: Je mehr es davon gibt, desto geringer ist sein Wert.

Bedenken Sie daher bei allen langfristigen Verträgen, sei es nun eine Altersvorsorge, Lebensversicherung, (Bau-)Sparvertag, usw., dass Ihr Geld jedes Jahr etwas an Wert verliert. Wenn Ihnen heute ein Berater, sagen wir Ihren Rentensparvertrag auf eine Ablaufleistung von 100.000 Euro im Jahre 2040 berechnet, dann denken Sie daran, dass kein Mensch heute weiß, wie viel man 2040 für 100.000 Euro noch kaufen kann. Das Einzige, was man wissen kann, ist, dass es weniger ist als heute. Wenn Oma und Opa Erich dies ernsthaft berücksichtigt hätten, wäre ihre Sparentscheidung sicher eine andere gewesen. Zu Zeiten des Goldstandarts, bzw. als Gold reales Geld war, war es nämlich kein Problem, seine Ersparnisse "unters Kopfkissen zu stecken". Da Gold nicht frei vermehrt werden konnte, wie das mit dem "FIAT"-Geld heute der Fall ist, gab es auch keinen Kaufkraftverlust. So konnte man vor 100 Jahren seine Ersparnisse wirklich wertstabil anlegen.  Oma und Opa Erich haben quasi nur einen Fehler gemacht: Sie vertrauten dem falschen Geld. Hätten beide ihre Ersparnisse regelmäßig in Gold angelegt (was eigentlich auch Geld ist), hätten sie sich keineswegs arm gespart. Denn der Wert bzw. die Kaufkraft von Gold blieb natürlich (auch ohne Goldstandart und ohne dass Gold offizielle Währung ist) unter Schwankungen bestehen.  Unser heutiges Geld hingegen (Euro/Dollar/...) verfällt mit jedem Jahr.
Die Teuerung, die unser statistisches Bundesamt ausweist, ist keine echte "Teuerung". Die Realgüter werden nicht teurer, lediglich das Geld verfällt. Es ist also ein "Geldverfall", der ausgewiesen werden müsste. Aber man kann doch die Wahrheit nicht beim Namen nennen, das würde ja den schönen Schein trüben, und dieser wird laut verkündet: "Der Euro ist stark! Der Euro ist ein Erfolg!"  Tja, nur haben die Menschen aber ein anderes Bild vom Euro, wenn sie heute einkaufen gehen. Und da können die Damen und Herren noch so viel vom tollen Euro reden.
Um genau zu sein, die DM war auch nicht viel besser. Beide sind Währungen, die immer mehr verfallen, so wie heute jede Währung - weltweit.



6. GEDULD

Von heute auf morgen wird nichts. Kein Baum wächst in wenigen Wochen oder Monaten in den Himmel, es dauert Jahre und Jahrzehnte. Auch Kinder werden nicht von heue auf morgen groß und selbst die Erde braucht ein ganzes Jahr um nur ein mal um die Sonne zu kreisen.
Genau so ist es mit Vermögen. Ein Vermögen wächst nicht in ein paar Monaten. Viele Menschen glauben, dass sie in kürzester Zeit reich werden können, z.B. an der Börse oder irgendwie anders, man muss nur intelligent genug sein, oder eben das nötige Glück haben.
Die wirklich Intelligenten jedoch, vertrauen nicht auf ihr Glück, vielmehr wissen sie, dass Geduld der Schlüssel bei allen Dingen ist.
Wenn wir ein Investment tätigen oder irgend etwas anders machen, dann sollten wir an die Spinnen denken: Eine Spinne spinnt ihr Netz und ist dann geduldig. Selbst dann, wenn nach kurzer Zeit noch keine Beute darin ist. Sie kann warten, das Netz ist da.  Sie weiß, dass es ein hoher Aufwand wäre, irgendwo ein neues Netz zu spinnen und das alte zu verwerfen. Wer weiß denn, ob das neue Netz besser wäre? Wer weiß, ob nicht das alte morgen eine fette Fliege fängt?
 Es soll jedoch auch Spinnen geben, die spinnen immer wieder neue Netze und der viele Aufwand zehrt sie aus. Und am Ende sterben sie dahin, ohne Beute.

Auch ich bin meist sehr ungeduldig. Daher habe ich hier ein mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, bzw. wie sich wirkliche Geduld auszahlen kann:

Da ich bereits vor vielen Jahren von dem Potenzial der Solarzellenindustrie überzeugt war, nahm ich eine große deutsche Solarfirma ins Visier, oder besser gesagt die Aktien davon. Als der "Neue Markt" im Jahr 2000 platzte, stand der Kurs der Aktie von besagtem Unternehmen bei 90 Euro. Da damals so ziemlich alles unter die Räder kam, fiel auch diese Solaraktie immer weiter.
Als nach zwei-drei Jahren bei knapp 30 Euro sich die Lage dann beruhigte, beschloss ich mit einem ersten Betrag einzusteigen. Das Unternehmen war in diesen Jahren stark gewachsen, sowohl die Produktion, als auch Umsatz und Gewinn. Ich war der Meinung, dass 30 Euro durchaus ein fairer Wert waren und sicher irgendwann wieder 90 Euro erreicht werden. Dann hätte ich mein Geld verdreifacht.
Nun kam es wie es kommen musste. Statt bald wieder zu steigen, kam ein neuer Trend nach unten, obwohl es dem Unternehmen gut ging. Bei 20 Euro kaufte ich nach, schließlich war der Unternehmensgewinn viel höher als früher, als der Kurs noch bei 90 war. Und das Unternehmen expandierte weiter. Doch auch jetzt lag ich wieder falsch.
Bald ging es runter auf 15, dann auf 10 Euro. Ein Spottpreis. 
Ich investierte noch 2 mal, hatte dann etwa 6000 Euro in dem Unternehmen stecken - alles was ich noch an Aktien hatte. Das Unternehmen war nach wie vor gesund, baute sogar eine neue Fabrik und der Umsatz stieg weiter, und es machte schwarze Zahlen. Und ich war überzeugt davon!

Als der Kurs dann bei etwa 7,50 Euro war, etwa zwei Jahre nachdem ich zum ersten mal eingestiegen war, bekam ich langsam Bammel und verlor die Geduld. "Das kann doch nicht normal sein, so ein Unternehmen, das schwarze Zahlen schreibt, sogar Dividende zahlt, Solarbranche noch dazu, eigentlich rosige Zukunftsaussichten." - Vielleicht lag es daran, dass damals in der BRD Rot-Grün regierte und die Wahlen vor der Tür standen und die Union gegen das Erneuerbare-Energien-Gestez (EEG) wetterte, was für die Solarindustrie nicht so gut war.  Jedenfalls war die Aktie bei 7,50 Euro total abgeschmiert.
Ich hatte damals schon zwei Jahre lang einen kostenlosen Börsenbrief abboniert, wo man auch mal hinschreiben konnte, und fragen, was der Experte da von einer bestimmten Aktie hält. (Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass dieser Börsenbrief mit seinem Musterdepot sehr gut im Plus lag, es hatte eine schöne Performance über die Jahre). Ich schrieb also und fragte mal an, was der Herr Experte denn von meinem Solarunternehmen hält - immer noch der Ansicht, dass es derzeit billig ist und ein Schnäppchen sein müsste, was doch auch er erkennen würde. Schnell bekam ich Antwort: Er hätte sich das Unternehmen angesehen, naja, unsichere Lage wegen der bevorstehenden Wahl, zudem verbuche das Unternehmen bereits Gewinne die noch gar nicht realisiert seien und überhaupt naja, nicht so toll. Er meinte der Aktienkurs könne schon mal wieder auf 10 Euro steigen, viel mehr Potenzial sehe er aber nicht.
Bumm, das hatte auf mich eingeschlagen wie eine Bombe. War ich all die Zeit blind und hatte eine Aktie gekauft, die Schrott war? Zu überhöhten Preisen? Ich Idiot.

Lange Rede kurzer Sinn: Nach zwei langen Jahren des Leides mit dieser Solaraktie, der hinzugezogenen Meinung eines "Experten", bekam ich Bammel und hatte die Schnauze voll von einer Aktie die immer nur fällt! Bei etwa 7,50 Euro verkaufte ich alles. Ich konnte es nicht mehr sehen!  Und siehe da, wenig später fiel der Kurs sogar noch auf 4,60 Euro, weil das Unternehmen überraschend bekannt geben musste, dieses Jahr Verlust gemacht zu haben. Ich beglückwünschte mich ein wenig - wenigstens noch zu 7,50 verkauft!

Dennoch, 4,60 Euro war ein Idiotenpreis. Ich rechnete die Anzahl der Aktien (damals etwa 7 Millionen oder so) mal 5 Euro Aktienpreis und kam auf einen Unternehmenswert von 35 Millionen Euro. Das neue Fabrikgebäude, welches das Unternehmen gerade baute (eines von mehreren bestehenden), hatte 40 Millionen gekostet. Das heißt, der Unternehmenswert der Aktien war sogar noch kleiner, als ein einziges Fabrikgebäude des Unternehmens! Wie ich schon sagte: Ein Idioten-Aktienkurs.
Dennoch traute ich mich nicht mehr, noch mal einzusteigen, mein Wille war gebrochen, mein Geld abgezogen, weil ich auch noch Ausgaben hatte. Meine Hoffnung nach zwei Jahren Talfahrt war ebenfalls dahin.

Es dauerte nun nicht mehr lange, da hatte Rot-Grün zum zweiten Mal die Wahl gewonnen, das EEG war gerettet, die Solarbranche konnte wieder optimistisch in die Zukunft schauen und der Kurs der Aktie begann nach einer Weile ganz langsam - zu steigen! Erst auf 7 Euro, dann schnell auf 10. Nach einigen Monaten begann der nächste Anstieg auf 20. Dann verweilte der Kurs für Monate dort. Es schien jetzt ein fairer Wert zu sein.
Von wegen! Der Aktienkurs stieg irgendwann weiter, auf 30, noch weiter, weiter, weiter, immer weiter. Und noch weiter! Aktiensplit-bereinigt ist der Kurs bis auf etwa 300 gestiegen. Das war etwa sechs Jahre nach meinem ersten Kauf der Aktie.

Ich hatte alles verkehrt gemacht, was man nur verkehrt machen konnte. Ich hatte nicht die nötige Geduld, begann an mir selbst zu zweifeln ob meine Investmententscheidung, diese Aktie zu kaufen, denn richtig war, ich hörte auf "Experten", ich hatte Angst, dass es noch weiter runter geht. Kurz: Ich war ein Idiot. Wie man eben so ist.
Ich hatte einmal 600 Aktien dieses Unternehmens, als sie bei 10 Euro standen. Das war mein ganzes Aktienvermögen (ich war überzeugt von der Firma! Zu recht wie sich im Nachhinein herausstellte) und es waren damals 6000,- Euro. Bei 7,50 Euro hatte ich alles verkauft - mit erheblichen Verlust, wie gesagt, nach Jahren des Leides war meine Geduld am Ende.
Hätte ich die nötige Geduld gehabt, weitere drei bis vier Jahre zu warten (insgesamt etwa 6 Jahre), und hätte einfach die 600 Aktien im Depot liegen gelassen und nicht mehr angerührt, wäre ich damit irgendwann auf über 200.000 Euro gekommen. Ich hätte aus 6.000 Euro 200.000 gemacht. Hätte, wäre, wenn. Tja, so ist das.

Das, was mir damals fehlte, war nur die nötige Geduld (sechs Jahre!).
Und der zweite Fehler war, ich hörte auf andere Leute (den Experten und die allgemeine Stimmung am Solarmarkt). Ich machte also nicht mehr mein eigenes Ding (erste Regel) und verlor die Geduld (sechste Regel). Und das brachte mich im Endeffekt um ein Vermögen.

Das soll jetzt auf keinen Fall eine Empfehlung zum Kaufen von irgendwelchen Aktien oder zum Durchhalten sein. Meine Geschichte dient hier nur als kleines Anschauungsbeispiel, wie sich Geduld am Ende auszahlen kann.

Geduld ist eine Tugend, und wer sie hat, ist reich. Wem es aber daran mangelt (Mangel) ist arm und wird es schwer zu Reichtum bringen.



7. HDS -  HALT DIE SCHNAUZE

Wer reich werden will, oder es bereits ist, tut gut daran es auch zu bleiben. Reden ist bekanntlich Silber, Schweigen aber Gold. Also tut man gut daran kein "Blech zu reden". Es nutzt keinem etwas, wenn man prahlt oder protzt wie reich man ist oder werden will, oder andere dazu bringen möchte sein Geld besser so und so anzulegen, weil das ja sooo viel besser wäre. Das zeugt nur von Größenwahn oder der Idee, das man selber besser sei als andere und alles besser kann und macht. Eine solche Einstellung jedoch führt nur dazu, dass man andere Menschen verärgert, sich selbst vor ihnen zum Idioten macht und zeigt außerdem, wie egoistisch und armseelig man ist. Außerdem geht sowas meist nach hinten los. Glauben Sie mir, ich spreche aus eigener Erfahrung. (räusper)

Ein wirklich reicher Mensch prahlt nie mit seinem Reichtum, noch versucht er, andere Menschen auf seinen Weg zu bringen, also sie fügig zu machen.
Ein reicher Mensch redet nicht, er schweigt. Er protzt nicht mit seinem Reichtum, er nutzt ihn. Ein wirklich reicher Mensch handelt nach der 3. Regel und verwendet das, wovon er übrig hat, um zu Geben und/oder etwas nützliches zu tun.



8. VERSUCHE NICHT REICH ZU WERDEN

Das klingt jetzt völlig närrisch, ich weiß. Dennoch, wer reich werden will, der sollte nicht versuchen reich zu werden. Der VERSUCH reich zu werden, bestimmt unsere Realität, und die muss Armut sein, wenn wir erst VERSUCHEN reich zu werden. Anstatt auf Gedeih und Verderb also zu "versuchen" reich zu werden, und sich selbst im gleichen Augenblick als arm zu definieren, sollte man es besser einfach TUN. Man wird einfach reich.
Ja, so einfach ist das.
Was dazu nötig ist? Ich denke, da habe ich in dieser Anletung einige Dinge angesprochen.



9. SPENDEN

Wirklich reiche Menschen haben mehr als sie brauchen und spenden für einen guten Zweck. Doch nie tun sie es großprotzig in der Öffentlichkeit um ihr Image zu polieren. Wenn von solchen Menschen in den Medien zu hören ist, so können wir davon ausgehen, dass sie eher arm sind als reich. Denn sie glauben es nötig zu haben, ihr Image - ihr Bild zu polieren (image- engl. für Bild). Sie glauben also, sie sind mangelhaft. Und wo ein Mangel herrscht, herrscht Armut. Arme "Spender", sind sie doch in Wahrheit Bettler.
 
Ein wirklich reicher Mensch ist reich im Herzen, und er gibt von Herzen. Reichtum bedeutet auch reich an Liebe zu sein, reich an Vertrauen. Nie wird eine Gabe, die von Herzen kommt, etwas Schlechtes bewirken, und nie wird derjenige, der sie gibt, dadurch ärmer. Zu Geben IST Reichtum. Wo Reichtum IST, kann Armut nicht sein.

Reichtum verschwindet nicht durch das von Herzen Geben - er entsteht dadurch. Von Herzen zu geben, macht die Herzen reicher, und wo die Herzen reich sind, kann die Welt nicht arm sein.
Die Welt würde überfließen vor Reichtum, wenn ein jeder die dritte Regel anwenden würde und vom Rest, den er übrig hat, nur 5% spenden würde. Und vielleicht würde damit auch das eigene Glück überfließen.
Doch es ist schwer zu geben, in einer Welt des Mangels, so verdammt schwer. Einer Welt, wo die Ansicht herrscht, das alles knapp ist, dass man nicht genug hat, wo die Idee besteht, dass man durch Geben, etwas weggibt, also hinterher ärmer ist.
 
Solange wir ein Bewusstsein der Armut beherbergen, ein Bewusstsein des Mangels - werden wir nie reich sein. Reich-Sein ist ein Zustand, man ist es oder ist es nicht. Es geht noch nicht einmal darum, wie viel man Geld hat - Geld hat man, oder hat es nicht. Aber reich IST man.
Zu haben bedeutet nicht Sein, man kann noch so viel Geld HABEN aber dennoch arm SEIN. Zu denken, durch das Spenden von Geld von Herzen, ärmer zu werden, zeugt davon, dass unser Bewusst-sein "Arm-Sein" ist. Denn wir denken "ärmer werden".  Was ein Mensch, der reich werden will aber sein will, ist reich. Also sollte sein Bewusstsein nicht "Arm"-sein sein, sondern "Reich"-sein! Ich bin reich! (Also kann ich etwas von dem, was ich übrig habe, frei spenden). Das ist Reichtum! 

"Ich bin reich, also kann ich mir allen Schnickschnack der Welt kaufen", ist nicht Reichtum. Es ist Mangel. Denn es herrscht die Idee vor, dass ich allen Schnickschnack der Welt brauchen könnte. Solange das Bewusstsein besteht "Ich habe nicht genug", "ich brauche" oder "das reich(t) nicht" (nicht reich) wird man nie reich sein. Wenn aber das Bewusstsein ist "Ich habe etwas übrig", ist man reich.
Wer reich werden will, muss also etwas übrig haben, und man hat nur übrig, wenn man etwas gibt. Wer nicht geben kann, kann nicht übrig haben.

Hier geht es jedoch keinesfalls darum, allen Besitz zu verschenken. Natürlich können Sie auch das tun, wenn Sie es wirklich wollen. Aber reich werden Sie so nicht.  Für alle die, die hier einen Widerspruch in meinen Worten zu oben sehen, folgende Erläuterung.

Die Idee, durch spenden oder verschenken, reicher zu werden, ist im Grunde schon wieder Armut. Denn der zugrunde liegende Gedanke ist: "Ich will reicher werden". - Also bin ich nicht reich, denn ich will es ja erst.  Ich will.  Ich will, ich will. Ich will... - Neider und Habenichtse!

Reiche Menschen spenden von dem, was sie übrig haben und aus freien Herzen. Dies ist eine echte Spende.
Eine "Spende" jedoch, um etwas zu erreichen, um reich zu sein oder aber um noch so "gut zu sein", ist in Wahrheit ein Handel. Es ist keine Gabe, sondern ein Kauf. Ein Kauf um seine Ideen, Gelüste und Bedürfnisse zu befriedigen.

Man sollte noch nicht einmal spenden, um sein Bedürfnis nach dem Spenden zu befriedigen. Das wäre die reine Gier. Es wäre, wie sich Süßigkeiten zu kaufen und sie zu verschlingen, um sich selbst glücklich zu machen, sein eigenes Bedürfnis zu befriedigen und zu sich selbst zu behaupten, ja etwas gutes für die Süßwarenindustrie getan zu haben.  In Wahrheit ist eine "Spende" aus dem Bedürfnis heraus zu spenden, eine Spende aus Mangel. Denn wem es bedarf zu spenden -es "bedarf"- Bedarf ist Mangel.

Das ist kein Reichtum, das wird nie Reichtum, es ist erbärmlich. Eine Spende gibt man nicht um etwas zu bekommen. Auch nicht um sein Gewissen zu beruhigen - denn das ist wiederum eine "Spende" um die eigenen Gelüste zu befriedigen. Man gibt nicht um zu bekommen!

Eine Spende gibt man, um zu Geben!

Ein wirklich reicher Mensch (unabhängig vom finanziellen Status), gibt um des Gebens willen, nie um des Bekommens willen!

Wer reich werden will, muss etwas übrig haben, ohne übrig zu haben, muss Mangel herrschen, und wo Mangel herrscht, kann kein Reichtum etstehen.
Und einen Teil von dem, was ich übrig habe, zu geben, um des Gebens willen, für den anderen, weil ich etwas "für ihn übrig habe" - das ist wahrer Reichtum.

Wenn unser Eichhörnchen aus dem Beispiel statt einen Kredit für sein tolles Ding aufzunehmen, auch nur eine einzige Nuss für andere übrig gehabt hätte, wäre es um Längen reicher gewesen und geworden. Oder hätte es den Kredit genutzt und neue Nussbäume gepflanzt - was eine Spende für alle gewesen wäre- könnte es den Kredit vielfach zurückzahlen!

Reiche Menschen geben, wer nicht geben kann, kann unmöglich reich sein.

Es muss nun nicht so sein, dass wir nur Geld für Organisationen spenden oder immer unseren Nächsten mit Geld überhäufen. Man kann auch etwas Gutes geben, wenn man eigene Dinge macht! So wie wenn das Eichhörnchen in seinem Garten Nussbäume pflanzen würde - damit wäre ihm selbst, aber auch anderen geholfen, wenn Nüsse benötigt werden. Außerdem würden die Bäume Schatten, Wohnraum und Sauerstoff spenden. Auch dies kann eine Spende sein. Vielleicht kann es dann auch später mal Nüsse verschenken - da übrig ist.  Lassen Sie sich einfach etwas einfallen, vielleicht spenden Sie auch einfach den Tieren in Ihrem Garten mal etwas Ruhe (weil Sie lernen, etwas für diese "übrig zu haben"), indem Sie das Gras mal nicht alle 14 Tage mähen. Auch das kann eine Spende sein.
Sogar alleine das Befolgen der siebten Regel kann eine kleine Spende sein - wenn man seinen Bekannten mal nicht auf den Nerv geht, ihn anerkennt so wie er ist, in Gedanken sagt: "Ist schon ok, so wie Du bist", und einfach HDS macht...


Zeit nun also für mich, Ihnen das Weiterlesen zu ersparen - eine Spende und Wohltat für uns alle...


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Nachwort:

Diese "Regeln" sind sicher nicht ganz vollständig, so könnte man z.B. noch "Mut" als zehnten Punkt hinzufügen und/oder noch andere Dinge. Man könnte die Liste sicher endlos weiterführen, im Prinzip würden aber sogar die Regeln 1, 3, 4 schon ausreichen. Auch soll noch einmal gesagt sein, dass echter Reichtum fernab von Geld und Besitz existiert. Denn es ist lediglich Gefühl und Bewußtsein. Wir alle sind reich, immer, auch ohne eine einzige der obigen Regeln zu befolgen. Wir sind reich an allen nicht weltlichen Dingen - letzten Endes an uns selbst. ICH BIN, ich gehöre mir - ein Reichtum, den uns keiner jemals wegnehmen kann. Außer wir verlieren ihn (uns) selbst.

Ebenfalls soll erwähnt sein, dass man nicht unbedingt Aktien, Fonds, Zertifikate, Gold, Immobilien, Kunstgegenstände oder andere Dinge kaufen muss, um sich ein Vermögen aufzubauen. Man kann z.B. auch seine eigene Firma zum Erfolg führen und so "sein Kapital erwirtschaften", wie es die Musikgruppe aus unserem ersten Beispiel getan hat. Es gibt schier unendliche Möglichkeiten, und jeder sollte das tun, was am besten zu im passt und sich nicht von anderen davon abhalten lassen. (Regel eins)







2. Zitat des Tages
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"Man kann keine überdurchschnittlichen Renditen erreichen, wenn man nicht anders handelt als die Mehrheit."  - Sir John Templeton, Investmentlegende (*1921)





3. Musterdepot
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Schauen wir uns mal das natur-reich-Musterdepot in Bezug auf die obigen Regeln zum Reichwerden an:
Unsere einzige Position ist derzeit (neben Cash) physisches Silber. Damit haben wir Regel eins (Mach dein eigenes Ding) befolgt, denn es gibt sicher nicht sehr viele Menschen auf der Welt, die ihr Vermögen in reales Silber anlegen, was sich in eigenem Besitz befindet.
 Auch die zweite Regel (Du brauchst das, was du tust, nicht perfekt tun, wichtig ist aber, das du es tust) haben wir befolgt, indem wir auch wirklich das Zeug gekauft haben und nicht nur wollten. Ob wir nun den perfekten Einstiegszeitpunkt oder Preis erwischt haben, ist dabei weniger relevant, wichtig ist, wir haben es wirklich getan.
 Die dritte Regel (Nimm dir nicht mehr als du benötigst) ist eher auf das tägliche Leben anzuwenden, als auf ein Investment. Von dem was man dann übrig hat, kann man beginnen ein Vermögen aufzubauen.
 Vierte Regel (Sparen) - dazu möchte ich das Beispiel von oben auch für unser natur-reich-Musterdepot anwenden, und werde ab Oktober jede Woche einen einzigen schlappen Euro dem Depot hinzufügen. Ich habe bereits auf der Musterdepot-Seite geschrieben, dass dies kein normales Musterdepot ist und daher sehe ich das Sparen und einbringen von Geld nicht als eine Art von Manipulation. Ich werde die Spar-Beträge auch genau ausweisen und möchte auf die Art versuchen aufzuzeigen, dass man auch mit kleinen Dingen etwas erreichen kann.
 Mit unserer Position Silber im Depot befolgen wir auch bereits die fünfte Regel (Wissen). Silber dient hier als Inflationsschutz, und außerdem ist die Nachfrage nach Silber (meines Wissens nach) seit Jahren höher als die Produktion, was bedeutet, dass das verfügbare Silber mengenmäßig eher weniger wird. (Wir wissen: Je mehr von einem Ding vorhanden ist, desto geringer wird sein Wert sein und umgekehrt). Außerdem haben wir etwas handfestes, was jede Finanz- oder Bankenkrise überstehen sollte.
 Seit einem Jahr haben wir nun die Position Silber im Musterdepot und ich muss ehrlich gestehen, ich habe mir eine bessere Performance gewünscht. Der Preis ist seither eigentlich nicht oder kaum gestiegen. Ich bin aber nach wie vor davon überzeugt, zumal die Fundamentaldaten für Silber eher gut sind.
Daher nehmen wir uns der sechsten Regel (Geduld) an und lassen das Silber seelenruhig liegen. Wir haben es ohnehin übrig (weil wir es nicht wirklich benötigen) und somit drängt uns nichts zum Verkaufen, selbst dann nicht, wenn der Preis einbrechen sollte.
 Zur siebten Regel (Halt die Schnauze) will ich nur dies sagen: Wenn Sie glauben, dass ich selbst privat das gleiche mache, wie das, was ich in diesem Rundbrief von Anbeginn an fürspreche (Silber, bzw. Edelmetalle kaufen), dann sei Ihnen gesagt: Ganz so blöd bin ich doch nicht.  Ich mache privat natürlich nicht das, was ich hier in die Öffentlichkeit hinausprahle. Nur Idioten machen so was. Nichts desto trotz sehe ich Silber als gutes Investment (wenn auch vielleicht nicht das Allerbeste) und habe es damals bewußt in unser Musterdepot genommen. Jeder sollte die erste Regel befolgen und sein eigenes Ding machen und dazu schweigsam sein. Und daher bleibt natürlich auch meine eigene Strategie mein Geheimnis.
 Die achte Regel (Versuche nicht reich zu werden) ist eher eine gedankliche Regel, sie betrifft unser Denken und weniger direkt unser Musterdepot. Wir legen es also gedanklich nicht darauf an, mit dem Musterdepot reich zu werden. Vielmehr betrachten wir es so, dass die Positionen und Beträge darin nur das sind, was wir übrig haben. Wir können also mit einer gewissen Distanz darauf schauen, sind also geistig nicht daran gebunden. Somit sind uns tägliche Kursschwankungen egal. Selbst wenn das Depot mal auf null gehen sollte - es war eh nur das Geld was wir übrig hatten. Wir werden nicht wirklich ärmer dadurch. Wir versuchen also nicht reich zu werden, indem wir auf Gedeih und Verderb unser Depot beobachten und jeden Tag mit Angst vor Verlust leben, sondern wir sind bereits reich und legen ab und zu etwas zur Seite, ins Depot.
 Bleibt noch die neunte Regel (Spenden). Werden wir zu gegebener Zeit - versprochen.
Ich werde also ab Oktober jede Woche einen symbolischen Euro als Sparrate dem Musterdepot hinzufügen. Und dann werden wir mal sehen, was durch Sparen und Geduld erreichbar sein kann (oder auch nicht) ;-)


ronny







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