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Ausgabe 19
 

vom 16. 05. 2008


Der natur-reich-Brief


"In der Natur gibt es keine Armut. Armut hat der Mensch erfunden."



Inhalt:

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1. Klartext zum Ölpreis
2. Zitat des Tages
3. Ich freue mich

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1. Klartext zum Ölpreis
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Liebe Leser,

es ist mal wieder soweit, die Benzinpreise und der Ölpreis sind wieder häufiger in den Nachrichten und es wird (wie immer) viel dummes Zeug darüber gelabert.
Ich hörte in den letzten Tagen wieder zunehmend Experten sagen, der Ölpreis sei derzeit hauptsächlich von den Spekulanten an den Börsen so hoch getrieben, sogar das Wort "Spekulationsblase" hatte ein Experte der Commerzbank ausgesprochen, wie man auf dem Nachrichtensender "n-tv" lesen konnte.

Nun, es ist ja nicht das erste Jahr steigender Ölpreise, also schauen wir mal zurück: 

Die folgenden Zeilen schrieb ich in der zweiten Ausgabe dieses Rundbriefes, welche am 11. Februar 2006 erschien. Ich muss aber betonen, dass ich kein Experte bin:

Zitat: 
"Ich hörte oder las oft, dass die hohen Ölpreise nur aus Spekulation bestehen sollen ... . Das ist so ziemlich der größte Blödsinn, den man den Menschen erzählen kann. Damit suggeriert man uns, dass die Preise bald wieder, oder bald weiter fallen werden, was meines Erachtens ziemlich unwahrscheinlich ist.  Ich denke während des massiven Ölpreisverfalls der letzten Wochen
(Anmerkung: Anfang 2006) sind die Spekulanten so gut wie alle ausgestiegen. Und dennoch steht der Preis für ein Fass Rohöl bei knapp 60 Dollar. Vor wenigen Jahren waren es unter 30 Dollar.

Angebot und Nachfrage regeln einen Markt. Die Nachfrage nach Öl steigt seit Jahren. Das Angebot stagniert. Punkt. Das ist alles was man wissen braucht, um den Anstieg der Ölpreise zu verstehen."

Zitat Ende.


Das waren, wie gesagt, meine Worte im Februar 2006.  Damals, als der Ölpreis bei 60 bis 70 Dollar pro Fass war, erzählten uns die "Experten" auch schon davon, dass er hauptsächlich durch die Spekulanten so hoch getrieben wurde und dass er ganz schnell wieder fallen könnte.
 
Heute kostet ein Fass Rohöl 125 Doller, etwa doppelt so viel wie Anfang 2006. Auch heute reden die Experten wieder von Spekulanten, die für die hohen Ölpreise verantwortlich sind.  Mal sehen, ob sie diesmal Recht haben  ...

 

Wie gesagt, ich bin kein Experte, ich habe weder studiert, noch ein Gymnasium besucht. Ich habe schon zu kämpfen, hier die Rechtschreibung und die Grammatik hinzubekommen.
Aber ich kann zumindest ab und zu meinen Verstand bemühen und nicht aus eigenen Interessen heraus schreiben oder vielmehr, denen meines Arbeitgebers, wie es diese "Experten" meist tun. Vermutlich kommt man mit ein wenig eigenem, gesundem Menschenverstand weiter, als auf Expertenrat zu vertrauen.

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Unter all den Berichten über die Sprit- und Ölpreise, habe ich in den Massen-Medien bisher zwei Dinge noch nie gehört:

1.  Dass wir vermutlich "Peak-Öl" haben - oder bereits überschritten haben.
2.  Dass es immer mehr Geld gibt, und daher Preise steigen müssen.

Für diejenigen, die sich die Zusammenhänge nicht schon denken können, ist das Ganze schnell erläutert:

Zu Erstens sei zunächst der Begriff "Peak-Oil" kurz erklärt. "Peak-Oil" bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem ein Ölfeld sein Fördermaximum erreicht hat. Von diesem Punkt an, ist eine weitere Steigerung der Fördermenge nicht mehr möglich. Bestenfalls stagniert die Ölförderung ein paar Jahre, danach beginnt sie zu schrumpfen (das Ölfeld "gibt nicht mehr her").  Heute haben die meisten der ölfördernden Länder bereits ihren "Peak" überschritten, denn Erdöl ist ein endlicher Rohstoff. Auf der ganzen Welt gibt es nicht einmal mehr zehn Staaten, die ihre Ölproduktion noch steigern können. Zu den Ländern, in denen die Ölförderung bereits rückläufig ist, gehören z.B. auch einstige Ölriesen wie die USA. Auch das Öl-Land schlechthin, Saudi-Arabien, fördert heute an seinem Förder-Maximum. Und erst vor wenigen Wochen las ich, dass Russland bekannt geben musste, dass auch es seinen Peak überschritten hat.

Fassen wir mal zusammen: Die weltweite Ölförderung ist großteils bereits rückläufig. Staaten, die als Öl-Supermächte gelten, fördern heute an der Kapazitätsgrenze.
Und jetzt kombinieren wir dies einmal mit dem steigenden Bedarf an Öl weltweit. Die Amerikaner und Europäer verbrauchen etwa genau solche Unmengen Öl wie vor 10 Jahren. Aber derzeit und in Zukunft kommen vielleicht eine Milliarde Asiaten dazu, die von dem Luxus der westlichen Welt auch mal kosten möchten. Können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn eine Milliarde Asiaten beginnen Mofa, Motorrad und Auto zu fahren? Oder gar zu fliegen?  Oder eine Ölheizung zu bauen? Die Nachfrage explodiert.  
Wir kombinieren: Stagnierendes Angebot + steigende Nachfrage = steigende Preise.

Kommen wir zum zweiten Punkt, dass es immer mehr Geld gibt, und daher Preise steigen müssen:
Jeden Tag gibt es mehr Geld auf der Welt. Jeden Tag werden neue Dollars, neue Euros, neue Yuan gedruckt, geprägt, oder per Buchgeld erschaffen. Die weltweite Geldmenge steigt, immer weiter. Immer, immer weiter. Es gibt dieses Jahr etwa 15 % mehr Geld weltweit als 2007. Und 2007 waren es etwa 15% mehr als 2006.  Wenn die Geldmenge steigt und die Gütermenge stagniert, dann gibt es logischerweise immer mehr Geld für ein Gut.  
Es gibt also immer mehr Geld auf der Welt, aber immer weniger Öl. Weil Geld erzeugt wird und Öl verbraucht. 
Die Preise müssen also steigen.



Diese zwei Punkte - stagnierende Ölförderung und Geldschwemme - werden nie in den Medien als Gründe für den hohen Ölpreis genannt. Und wenn sie doch kurz angerissen werden, dann höchstens beiläufig. Dabei sind diese zwei Punkte meiner Meinung nach die Hauptgründe für den Ölpreisanstieg der letzten Jahre. Aber anstatt diese ernsthaft zu nennen, und den Menschen die Augen zu öffnen, redet man immer davon, dass die Spekulanten oder die Konzerne am Ölmarkt die Preise bestimmen. 

Ich frage: Warum?

Wir haben mehrere Dutzend deutschsprachige Fernsehsender, und noch mehr Tageszeitungen. Wir haben Tausende "Experten", aber ich höre von denen nie etwas über Peak-Oil oder Geldschwemme. 

" 'Panik braucht man nicht haben, das Öl reicht noch 40 Jahre', sagte Rostoffexperte Karl Megadepp von der Lachmichtot-Bank."  - So oder so ähnlich tönt es aus Fernsehen und Zeitung.  Damit haben die ja nicht mal Unrecht, es reicht nämlich wirklich noch 40 Jahre. Es reicht sogar noch 100 Jahre, auch in 200 Jahren wird es noch Rohöl geben. 
Nur eben nicht zu den Preisen! - Aber das sagt keiner in den Medien.

Ich sage es.

Vergessen Sie TV und Tagespresse. Und die Experten, die da zu Wort kommen. Denken Sie selber nach! Da haben Sie mehr davon. 
Tun Sie mir aber den Gefallen, auch nicht alles einfach zu glauben, was ich schreibe. Ich bin nicht klüger als jeder andere, bin lediglich ein halber Eigenbrödler und habe mich von den offiziellen Stellen und Meinungen etwas freigemacht.

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Wenn vor vier Jahren einer gesagt hätte, dass ein Fass Rohöl heute, im Jahr 2008, 125 Dollar kostet, man hätte ihn für bekloppt gehalten. Die Experten rechneten damals mit Ölpreisen von 30 oder 40 Dollar. 
Wenn heute jemand sagt, dass ein Fass Rohöl in vier Jahren 300 Dollar kostet, den würde man ebenso für bekloppt erklären.
Ich weiß nicht, was der Ölpreis in den nächsten Monaten oder Jahren machen wird, aber ich erkläre mich hiermit für bekloppt genug, diese Prognose anzunehmen.
Nach all den Informationen, die ich habe, befinden wir uns weltweit bei Peak-Oil. Und wenn das stimmt, dann wird die Ölproduktion in den nächsten Jahren fallen.

Das ist das, was Ihnen kein Fernsehsender sagt, kein Rohstoff-Experte einer Bank und auch nicht die Politik. Nur ein paar "Bekloppte" sagen das. Ich bin froh, dass ich auf deren Meinung und Informationen einst gestoßen bin und mich heute auch dazu zählen darf.

Stellen Sie sich nur mal vor, in vier Jahren werden 10% weniger Öl gefördert als heute, weil alle großen Ölfelder ihren Peak überschritten haben. Und stellen Sie sich vor, dass die Nachfrage in dieser Zeit weiter steigt - so, wie sie es in den letzten vier Jahren tat.

Die heutigen Ölpreise von 125 Dollar pro Fass, haben nicht dazu geführt, dass weniger Auto gefahren wird, sie haben nicht dazu geführt, dass weniger geflogen wird. Im Gegenteil. Man nimmt die Preise hin - weil man muss. Weil die Welt abhängig ist vom Öl.
Sollte die Ölförderung in den nächsten Jahren zurück gehen, dann müssen die Preise weiter steigen. Sie müssen! Was haben sie denn sonst für eine Wahl?  Sie können nur steigen, und zwar so weit, bis die Ersten es sich nicht mehr leisten können, Öl zu verbrauchen, zu Tanken oder zu Fliegen. Dann bleibt das Öl für diejenigen, die es sich leisten können. (Geht heute bereits los, die Ärmsten können sich kein Öl mehr leisten- Afrika).

Das Szenario von 300 Dollar Ölpreis ist nicht unrealistisch. Ich wiederhole: Es ist nicht unrealistisch! 
Ein Liter Super-Benzin würde dann vielleicht 2,50 Euro kosten. Sie sollten sich bewusst machen, was das für Sie bedeuten würde und sich bereits heute darauf vorbereiten!
 
Ich frage also einmal, was würde denn ein Benzinpreis von 2,50 Euro bedeuten, für die meisten von uns? Ich glaube, nichts anderes, als der heutige Preis von 1,50 Euro.
Die Leute werden auch dann noch Auto fahren - weil sie "müssen".
Und das wird weltweit der Fall sein, außer bei denen, die eh im Geld schwimmen, denen ist der Benzinpreis ohnehin egal.

Es kann gut und gerne sein, dass ich mit dem, was ich hier schreibe, völlig daneben liege. Wie gesagt, ich bin kein Experte. Die Experten rechnen nämlich offiziell immer noch mit stagnierenden und fallenden Ölpreisen - seit vier Jahren liegen sie damit daneben. Das ist schon fast eine Meisterleistung.


Der Grund, warum ich dies schreibe, ist, damit Sie sich ein Bild machen können, von dem, was auf uns zukommt.
Ich möchte damit keine Panik erzeugen - nein, ganz im Gegenteil. Denn hohe Ölpreise haben auch etwas sehr, sehr Gutes an sich (dazu mehr im dritten Thema.)

Was ich aber will, ist, den Menschen eine Kopfnuss verpassen. - Ihnen liebe Leser! Damit sie aufwachen!

Aufwachen aus dem Schlummerschlaf, den die Massenmedien mit ihren Experten uns verpassen. Und selbst wenn Leute wie ich, nicht recht haben, dann haben wir wenigstens nichts verbockt, sondern nur umsonst gewarnt.


Nun weiter zu unserem Denkmodell:

Wenn in vier Jahren der Sprit zwei oder 2,50 Euro pro Liter kostet, dann wird es vermutlich ähnlich laufen wie heute: Die Verbraucher werden fluchen und schimpfen, die Ölkonzerne und den Staat verantwortlich machen, und - natürlich - die Spekulanten.  Da der kleine Mann die Preise dann kaum mehr bezahlen kann, wird es immer lautere Forderungen geben, die Steuern auf Treibstoffe zu senken.
Doch selbst wenn dies geschieht, wird es nur Makulatur sein und nur kurzfristig helfen! Denn die Ölförderung wird langfristig weiter zurückgehen. Machen Sie nicht den Fehler und glauben den Experten, die sagen, dass neue Ölfelder erschlossen werden und bald mehr Öl auf den Markt kommt. Sie wissen ja, was diese Experten so reden.  
Die größten und ergiebigsten Ölfelder der Welt, sind bereits erschlossen und werden bereits ausgesaugt. Alles was jetzt noch kommt, sind kleine Felder. Oder Ölfelder, bei denen es Unsummen Geld kostet, dort Öl zu gewinnen. Wie zum Beispiel in der Arktis oder die kanadischen Ölsande: Teuer!

Das Erdölzeitalter begann vor etwa hundert Jahren, mit der Serienproduktion des Autos und der Erfindung des Motorflugs. In diesen gerade mal einhundert Jahren haben wir die Hälfte aller weltweiten Ölreserven verbraucht. Die andere Hälfte werden wir in spätestens 50 Jahren verbraucht haben. Dann wird das Ölzeitalter bereits wieder zu Ende sein. Das Ölzeitalter macht also gerade einmal 150 Jahre in der Millionen Jahre langen Geschichte der Menschheit aus. Das ist ein Wimpernschlag. In diesen 150 Jahren werden wir etwa  2.000 Giga-Barrel Öl verbraucht haben. (Ein Barrel = 159 Liter).  2.000 Gigabarrel, das sind 2 Billionen Fässer voll.  Bereits heute haben wir knapp 1.000 Giga-Barrel verbraucht, den Rest schaffen wir in 30 bis 50 Jahren, und was dann noch übrig ist, sind Klein- und Kleinstvorkommen an Erdöl.

Macht man sich dies einmal bewusst, so kann man erkennen, dass die heutige Situation mit 3,3 Milliarden Tonnen Erdölverbraucht pro Jahr, nichts weiter ist, als der Gipfel eines Exzesses. Ein Exzess in der Geschichte der Menschheit, so groß, dass man ihn erst im Nachhinein wirklich ermessen können wird.

In zweihundert Jahren wird man es nicht glauben können, wie viel Öl wir im 20. und 21. Jahrhundert vergeudet haben. Man wird sich nicht einmal mehr vorstellen können, dass es einmal solche Unmengen Öl auf der Welt gab. Denn dann wird man davon nichts mehr finden können, etwa so, wie man heute kaum noch Spuren des zweiten Weltkriegs erkennt.

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Machen wir uns noch einmal bewusst, dass in 40 Jahren der größte Rest vom noch zu fördernden Öl verbraucht sein wird, während die Ölförderung stetig zurückgeht. Und kommen wir nun einmal zu den Experten in der Politik und bei den Autokonzernen. Die "Experten" - Sie wissen schon.

Die Politik stellt bei uns die völlig falschen Weichen. Naja, ist ja nichts wirklich Neues. Seit Jahrzehnten bauen wir immer mehr Straßen und noch breitere Autobahnen und größere Flughäfen. Immer mit der Idee im Kopf, dass das Verkehrsaufkommen wächst. Die Folge einer Politik für Autos und Verkehr ist, dass immer noch schneller das verbleibende Erdöl verbraucht wird und wir uns immer abhängiger davon machen.

Die Automobilindustrie sieht Straßen natürlich mit Genugtuung, denn Autos will man verkaufen! Es ist ja nichts Besonderes, zu denken, dass die Automobilindustrie die deutsche Politik schon seit Jahrzehnten unterwandert hat. Politik für Autos und Konzerne - nicht für das Land und die Menschen.

Die Folgen dieses Wahnsinns bekommen wir teuer zu spüren. Wir wurden dermaßen abhängig gemacht vom Automobil mit Verbrennungsmotor, dass jetzt jeder Anstieg der Spritpreise weh tut. In der Folge wird von der Politik gesagt, die Autoindustrie soll spritsparendere Autos bauen - und damit macht man die gleiche Politik wie bisher weiter: 
Neue spritsparende Autos wollen gebaut und verkauft sein! Das Geschäft soll weiter brummen.  Politik für die Autoindustrie.  Abhängigkeit vom Auto. Abhängigkeit vom Öl.

Spritsparende Autos zu bauen klingt ja eigentlich nach einem noblen Ziel. Mal abgesehen davon, dass Greenpeace schon vor 10 Jahren ein "Drei-Liter-Auto" gebaut hat, was gerade mal eine halbe Millionen Euro Entwicklungskosten benötigte (das ist für heutige Autotypen lächerlich wenig) - mal abgesehen davon macht es Öl-technisch absolut keinen Unterschied, ob auf der Welt 1,5 Milliarden Autos mit einem Durchschnittsverbrauch von 8 Litern fahren oder 3 Milliarden Autos mit einem Verbrauch von 4 Litern.  Naja, doch, es macht einen Unterschied: 
Für die Herstellung von Autos braucht man nämlich auch Öl. Also verbrauchen mehr Autos auch mehr Öl - allein schon bei der Herstellung. So würde der Ölverbrauch durch die weltweite Einführung von Sparautos also nicht gesenkt, sondern weiter gesteigert, einfach weil es immer mehr Autos gibt.
Das lässt sich natürlich auch auf Flugzeuge etc. anwenden.

So sehen wir, dass in Wirklichkeit die Abhängigkeit und der Verbrauch vom Öl durch die Masseneinführung spritsparender Autos keineswegs gesenkt würde. Das ist aber das, was die Politik heute fordert. Sparsame Autos - für den armen Bürger. Ich weiß nicht mehr ob ich lachen oder weinen soll.

 

Wie also kann man dem ganzen entgehen? Wie müsste die Politik aussehen, damit die Abhängigkeit vom Öl nicht noch weiter gesteigert, sondern verringert wird?

Die Antwort ist nicht nur das Elektroauto, welches überhaupt kein Öl mehr zum Fahren braucht. Die breite Einführung solcher Autos wäre ein Meilenstein, aber sie wird weder von der Politik, noch den Autobauern, noch der Ölindustrie gewünscht. Wie kann es denn angehen, dass jeder zu Hause tanken kann?  Liebe Leser, Sie werden einsehen, dass die Lobbyisten so etwas nie zulassen werden. 

Und das ist auch der Grund, warum die vielleicht beste Lösung des Problems  nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wird:

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr.

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Stellen Sie sich vor, Sie könnten jede Stunde oder jede halbe Stunde in einen Zug, eine Bahn oder einen Bus steigen, der fährt. Sie brauchen kein Ticket und auch sonst nichts zu bezahlen, lediglich eventuelle Getränke, die Sie im Zug kaufen.
Können Sie es sich vorstellen, dass sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel (außer Taxis) für Privatpersonen kostenfrei zur Verfügung stehen? Und diese pünktlich und oft genug fahren?

Nein?

Ich kann es mir vorstellen.

Es geht ja gar nicht darum, dem deutschen Michel sein liebstes Kind, sein Auto wegzunehmen. 
Was ich hier vorschlage, ist lediglich die Möglichkeit, zu wählen, mit dem eigenen Auto zu fahren oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Was glauben Sie, wie viele Menschen auf diese umsteigen würden, wenn sie kostenfrei wären? Bei steigenden Spritpreisen? Wenn sie pünktlich und fast überall fahren würden? Ich könnte mir vorstellen, es wären Millionen, die nach und nach umsteigen.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die meisten Menschen dann überhaupt kein Auto mehr brauchen, weil man fast jederzeit, kostenlos überall hin kommt.

Stellen Sie sich das mal vor! 
Sie wollen in die nächste Stadt? Kein Problem, in 20 Minuten fährt ein Bus, den können Sie kostenlos nutzen. Sie sind in der Stadt? In 10 Minuten fährt ein Kleinbus oder eine Straßenbahn, quer durch die Stadt - kostenlos für Sie. Alle haben hervorragende Möglichkeit, auch schweres Gepäck zu transportieren, wie Koffer und Einkaufstüten, usw. - kostenlos.

Wie wäre das?

Und wie wäre das, wenn diese Gefährte vielleicht noch großteils elektrisch fahren?

Wie wäre das?

Genial?

Wer das bezahlen soll?

Es ist sooo einfach.

Auf Flugbenzin erhebt der Staat keinerlei Steuern. Keine Mehrwertsteuer, keine Mineralölsteuer, keine Ökosteuer. Der Flugverkehr jedoch, ist inzwischen nicht nur einer der Hauptverbraucher von Erdöl. Flugbenzin - Kerosin ist ähnlich wie alter Diesel oder Lampenöl. Es ist, im Vergleich zu heutigem Super-Benzin für Autos, der letzte Dreck. Flugzeuge haben weder Rußfilter noch Katalysator, sie verteilen krebserregende Stoffe schön breit in der Atmosphäre. Manchmal wird das Kerosin noch nicht einmal verbrannt, sondern in Notlagen einfach so vom Jumbo abgelassen, über unseren Köpfen. Man sieht es ja nicht wirklich.  Egal ob unverbrannt oder verbrannt, dieser feine Dreck - Gift - rieselt tagtäglich auf uns herab. Auf uns, auf unsere Häuser, unsere Kinder, unsere Böden, unsere Wälder, unser Gemüse und unsere Seen. Wo Autobenzin bis zur perfekten Reinheit raffiniert wird, sauber verbrannt, danach durch den Katalysator entgiftet wird, und die Abgase in Bodennähe manchmal gleich wieder von den großartigen Pflanzen und Bäumen gefiltert werden, da gibt es das alles bei Flugbenzin nicht. 

Ich frage, wie kann es angehen, dass solche Dreckschleudern steuerfrei tanken?

Man kann darüber nachdenken wie man will, die Antwort ist immer die selbe: Korruption.
Es macht absolut keinen Sinn, Flugbenzin nicht zu besteuern. Flugbenzin ist bedeutend dreckiger und giftiger als normaler Super-Benzin. Die einzigen Gründe, Kerosin nicht zu besteuern sind Lobbyarbeit, korrupte Politiker und dass die Reichen billig ins Ausland reisen können. Es ist eine Schande. Versuchen Sie mal einem Kind zu erklären, warum auf Auto-Benzin Steuern wie die Ökosteuer sind. Das bekommen Sie sicherlich hin. Und dann versuchen Sie dem selben Kind mal zu erklären, warum dies bei Flugbenzin nicht der Fall ist ...

Wenn die Politiker sich ein Herz nehmen würden und Flugbenzin in der gleichen Höhe besteuern würden, wie Super-Benzin, dann hätten wir in Deutschland Steuermehreinnahmen von Milliarden. Das würde keinem weh tun, mit dem Flugzeug fliegen eh nur die, die genug Geld haben. Sollen diese und die Fluggesellschaften doch den gerechten Öko-Anteil zahlen, den jeder kleine Mann auch zahlt.

Diese Steuereinnahmen direkt in den öffentlichen Nahverkehr investiert, und - schwuppdiwupp, das Wunder wäre da.  
Wenn dann noch Geld fehlen würde, könnte man die Steuer ja auch noch auf die Schifffahrt ausweiten, die inzwischen weltweit betrachtet, der größte Verursacher von Schwefeldioxid überhaupt ist. Schweres Schiffsöl ist nämlich nochmal viel dreckiger als Kerosin. Und wenn dann immer noch nicht genug Geld zusammen käme, könnte man entweder die Diäten senken oder die Zahl der Bundestagsabgeordneten verringern, die eh nie zur Arbeit erscheinen. "Arbeit" an sich ist da schon zu viel gesagt.
Und selbst wenn dann das Geld noch nicht reichte, was hält den Staat dann ab, die Steuer auf Treibstoffe noch weiter zu erhöhen? Überhaupt, Steuererhöhungen haben die Politiker bei uns doch eh so gerne.

Es wären Milliarden, die direkt in den öffentlichen Nahverkehr fließen könnten. Man könnte sogar zunehmend Elektrobusse einsetzen und die Forschung an diesen vorantreiben.


Die Einführung eines reibungslos funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs, dessen Benutzung für die Menschen kostenfrei oder nahezu kostenfrei ist, wäre eine Revolution. Es würden immer mehr Menschen darauf umsteigen, je teurer das Autofahren wegen der Ölpreise wird.  Und damit würde die Abhängigkeit Deutschlands vom Öl immer weiter sinken. 

Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Idee nicht den Zwang beinhaltet, der kleine deutsche Michel solle sein Auto abschaffen. Ganz im Gegenteil. Jeder könnte dann das Transportmittel frei wählen, was ihm zusagt. Langfristig würden aber immer mehr auf die öffentlichen umsteigen - wenn diese funktionieren.

Langfristig geht uns das Öl aber eh aus. Und dass man es durch "Biosprit" nicht ersetzen kann und dieser auch nicht "öko" ist, sehen wir ja heute bereits.  


Rechnen Sie auch weiterhin mit steigenden Öl- und Spritpreisen. Sie könnten sogar noch viel schneller steigen, wenn die Ölförderung erst zurückgeht.
Bereiten Sie sich lieber darauf vor, so gut sie können. Was genau Sie tun sollten? Es wird Ihnen schon etwas einfallen. Denken Sie selber mal nach, dann werden Sie vielleicht sogar erkennen, dass Sie klüger sind als manch Experte.

 

2. Zitat des Tages
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"Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat."

- Winston Churchill



3. Ich freue mich
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Ich freue mich über jeden einzelnen Dollar, den der Ölpreis steigt. Jeden einzelnen! 
Damit es irgendwann einmal zu teuer wird, mit dem dreckspuckenden Flugzeug zu fliegen. Damit es irgendwann zu teuer wird, Waren von Holland nach Griechenland zu fahren und anschließend zurück. 
Damit es irgendwann zu teuer wird, jeden Tag sinnlos die Umwelt zu verpesten, nutzlose Straßen zu bauen, immer mehr, immer mehr. 
Ich freue mich über jeden einzelnen Dollar, den der Ölpreis steigt - damit es irgendwann zu teuer wird, mit Flugzeugen die Atmosphäre zu verdrecken, Panzer zu fahren, Altöl ins Meer zu kippen, giftige Chemikalien herzustellen. 
Ich freue mich über jeden einzelnen Dollar, den der Ölpreis steigt, damit die Dummköpfe aufhören mit ihren Autos zu rasen wie die Irren und zu drängeln. 
Ich freue mich über jeden einzelnen, weil die "Experten" im Fernsehen dann wieder wie Idioten dastehen...



 

 

 

 

 

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