natur-reich.de 
alternative Ansichten - Vermögensaufbau - Naturgesetze


Archiv


Ausgabe 21
 

vom  10. 08. 2008


Der natur-reich-Brief


"In der Natur gibt es keine Armut. Armut hat der Mensch erfunden."



Inhalt:

**************************************************
1. Das Reichtumsprinzip
**************************************************

 

1. Das Reichtumsprinzip
**************************************************

Es wächst, es entsteht etwas. Es gibt nichts Unnützes, alles ist zu irgendetwas gut.

In der Natur hat alles seinen Platz, und überall wo Platz ist, entsteht etwas Neues. Wenn ein Baum groß und alt geworden ist, stirbt er irgendwann, und dort wo er geht, wird etwas Neues wachsen. Die Natur nutzt jede Nische, jedes noch so kleine Stückchen Platz, und bringt dort etwas Großartiges hervor.
Dazu ist auch gar nicht viel nötig. Ein neuer Baum, ein neuer Grashalm oder irgend etwas anderes, wachsen von ganz allein. Alles was vorhanden sein muss ist Platz und ein wenig Wasser. Und es entsteht alles.

Die Menschen sind ein eigenes Volk. Das die Natur von ganz allein etwas Sinnvolles hervorbringt, glauben sie nicht. Sie glauben auch nicht, dass allerlei Insekten irgendeinen Nutzen haben, und beschimpfen diese als "Viehzeug". Sie glauben auch nicht, dass viele Pflanzen einen Nutzen haben, nennen sie schlicht "Unkraut". Nach ihrer Idee sind diese "schädlich", "unmöglich", "unsinnig", "unnütz", "unbrauchbar". (Was eigentlich nur besagt, dass die Menschen nichts damit anzufangen wissen, bzw. dass sie unfähig sind überhaupt das Meiste zu gebrauchen. Wir können den Nutzen einfach nicht erkennen - obwohl wir selbst von uns glauben, wir seien intelligent.)

Die Natur kann den modernen Menschen von sich aus nicht ernähren. Das glauben die Menschen.  Man muss pflanzen, ackern, säen, düngen, Unkraut vernichten, Ungeziefer vernichten. Wälder muss man anpflanzen, Teiche anlegen, Wiesen mähen und unentwegt säen.

Von Irrlehren und Dogmen getrieben, glaubt der moderne Mensch, ohne seinen Plan würde alles untergehen. Oder zumindest er selbst. Denn was ihn umtreibt (seit seiner Existenz) ist Angst. Angst vorm Verhungern, Angst vorm Erfrieren, Angst vorm Nicht-versorgt-Sein, Angst vor Krankheit, Angst vorm Verschwinden. 
Kurz: Seit seiner Existenz hat der Mensch Angst vor der Nicht-Existenz. 

Die Natur schert sich nicht darum. Sie weiß genau, dass es Nicht-Existenz nicht gibt (wenn es sie gäbe, wäre es ja Existenz), und wo etwas vergeht entsteht wieder etwas Neues. Vergehen ist Schöpfung, Vergehen ist Werden. Wo Platz wird, wird gefüllt.

Das Grundprinzip der meisten Menschen (leider auch den Autor eingeschlossen) ist Angst. 
Das Grundprinzip der Natur - ist Vertrauen. Ein Löwenzahn schickt seine Samen einfach in den Wind, darauf vertrauend, dass schon irgend etwas daraus wird. Der Mensch hingegen hält das, was er erschafft, fest. Er hat Angst es könnte vergehen und er könnte es verlieren. Daher kettet er alles an sich fest, seinen Besitz, seine Hobbys, seine Partner, seine Träume und seine Gedanken.  Nichts darf verloren gehen, denn man könnte ja selbst mit verloren gehen.  

Wo etwas angekettet ist, da ist es nicht frei, und es versucht irgendwann auszubrechen. Und so wird der Mensch von allem, was er aus Angst festhält, mitgerissen. Mitgerissen in einem ganzen Strudel aus Angst, Furcht, Glaubenssätzen, Dogmen, Krankheiten, und seinen Gedanken. Er treibt in diesem Strudel direkt der Hölle zu, ohne es zu merken. Das er dort schon längst angekommen ist, wer erkennt das? 
Instinktiv bemerkt so mancher, dass eine fiese Strömung an ihm reißt, und aus Angst, mitgerissen zu werden, suchen wir neuen Halt. So versuchen wir, das Irgendetwas festzuhalten, und noch Etwas, und dieses noch - und bemerken nicht, dass all das mit uns treibt. Wir bemerken nicht, das der einzige Grund, warum wir uns überhaupt in diesem Strudel befinden, der folgende ist: Wir halten die Dinge fest, die in den Strudel des Vergehens hineintreiben.

Loslassen - das ist für den Menschen ein Fremdwort. "Wie kann man etwas loslassen? Es könnte ja entschwinden, vergehen, untergehen."  Es ist das Prinzip von uns Menschen: Angst.

Die Natur kennt nur Loslassen. Es ist Freiheit, es ist Reichtum, es ist Vertrauen. Es ist großartig und erfüllend.

Angst, ist einsperrend. Sie schnürt die Freiheit ab, ist das Gegenteil von Vertrauen, schafft sich eine Burg und versucht sich zu verteidigen. Sie sperrt ihren Besitzer ein und sagt ihm, dass die Welt um die Burg herum sein Untergang wäre. Zu ihrer Verteidigung erschafft sie Gesetze, fällt Urteile, richtet, vernichtet und verlangt Opfer. Sie manipuliert die Gedanken und den Willen ihres Besitzers, bis er willenlos und ideenlos geworden ist, und Spielball seiner Angst. Getarnt als Rechthaberei und Gutwilligkeit sitzt sie auf den Thronen der Burgen der Welt. Regiert, korrumpiert und blamiert - sich selbst.

Früher oder später, wird alles, was auf Angst begründet wurde, untergehen. Angst hält an den Dingen fest, die in den Strudel des Vergehens treiben. So muss auch sie mittreiben. Und Angst, kann niemals loslassen. Niemals!  Denn dazu hat sie zu viel: Angst.


Die Menschen erlassen Gesetze, aus Angst. Sie richten und urteilen über ihre Mitmenschen, aus Angst. Sie bekämpfen Schädlinge, aus Angst. Dabei haben sie ihre Monokulturen, die für die Schädlinge so anfällig sind, einzig aus Angst angelegt. Sie sperren sich ein, aus Angst, versichern sich, aus Angst. Sie impfen sich mit Gift, aus Angst, vergiften sich mit der Chemotherapie, mit Pillen, Drogen, Tropfen, aus Angst. Sie passen sich an, aus Angst, wählen Parteien oder auch nicht, aus Angst, sie essen bestimmte Dinge aus Angst - andere nicht, aus Angst. Sie gehen in die Kirche aus Angst, sie opfern in allerlei Ritualen - aus Angst. Sie schweigen aus Angst, reden aus Angst - lügen basiert sowieso nur auf Angst. Sie morden aus Angst. Und viele sterben letztendlich in Angst, Angst vor der Nicht-Existenz. 

Angst ist das Armutsprinzip.


Hier geht es aber um das Reichtumsprinzip. 

Reichtum bedeutet immer Vertrauen. Vertrauen ist das Gegenteil von Angst.

Die Natur erschafft immer etwas Neues. Etwas Sinnvolles. Aber sie braucht dafür Platz. Sobald unsere Angst geht, entsteht Platz. Sollten wir etwas verlieren, entsteht Platz. Sollten wir unsere Glaubenssätze abgeben - entsteht Platz.  Etwas Neues entsteht, sobald wir unsere alten Sachen, Gedanken oder Überzeugungen wegwerfen. Wenn wir die Dinge, die in den Strudel des Vergehens treiben, loslassen, bekommen wir wieder neue Kraft. Wenn wir all die belastenden Dinge, die uns in den Strudel hinunter reißen, loslassen, bekommen wir - Auftrieb!

Wo Platz ist, wird gefüllt.

Dies ist ein Naturgesetz. 

Es gibt im ganzen Universum keine Leere. Es gibt keine Nicht-Existenz. Kein Vakuum. Wenn sich in der Atmosphäre ein Vakuum bilden will, dann strömt neue Luft nach. Man nennt das Wind. Wenn sich im Leben ein Vakuum bildet, dann nennt man das, was nachströmt, Wind der Veränderung.

Die Natur füllt Löcher immer auf. Immer. 
Und immer mit dem, was zunächst am sinnvollsten ist. - Wenn man sie lässt. 

Dies ist das Reichtumsprinzip.

Leider wirkt die Gesellschaft diesem Prinzip entgegen, indem jegliches Loch, das entsteht, aus Angst sofort künstlich gestopft wird, jeglicher Platz sofort verbaut wird, weil Angst und Gier ihr eigen sind.
Wenn ein großes Unternehmen pleite zu gehen droht, füllt der Staat das Loch auf, und verlängert so den Zustand der Angst. Das natürliche Prinzip wäre eine Pleite. Nur wenn ein Baum vergeht, kann und wird dort ein neuer entstehen, oder etwas anderes. Ohne Vergehen gibt es kein Werden. Wachstum gibt es nur, solange Platz ist.

Wie viel Platz haben Sie?

Ich meine sowohl den materiellen, als auch den geistigen Freiraum. Wie viele Dinge stapeln sich in unserem Zuhause? Wie viele Überzeugungen und Gedanken in unserem Geiste? Bietet es uns Auftrieb? Oder belastet es uns? Halten wir daran fest, aus Angst, es zu verlieren, zu vergehen, oder heißen wir es immer wieder neu willkommen, als Bereicherung? 

Sie möchten etwas Neues in Ihrem Leben? Ohne Platz geht das schlecht. Das Loch in der Erde kann sich erst füllen, wenn es gegraben wurde. Und ohne Loch in unserem Kopf, werden wir wohl immer an Verstopfung leiden.

Was bringt uns Freude? Was bereichert uns? Was macht uns Angst? Was lähmt uns? 

Welche Dinge oder Gedanken sollten wir über Bord werfen, was loslassen, damit wir neuen Auftrieb bekommen?

Wo Platz ist, wird gefüllt. Das ist ein universales Gesetz. 

Man nennt es auch das Gesetz des Ausgleichs.

Manch Leser wird sich nun fragen, warum das Loch in seiner Brieftasche nicht dazu führt, dass ihm das Geld nur so zuströmt. 
Dies möchte ich versuchen zu erklären: Das Loch in der Brieftasche oder dem Bankkonto - wie ist es entstanden? Wenn es auf natürliche Weise entstand, oder im Einklang mit den universellen Gesetzen, so wird es sich füllen. 
Bei den Meisten von uns entsteht ein solches Loch aber, weil wir über unseren Verhältnissen leben. Wir haben z.B. eine größere Wohnung, als wir uns leisten können, oder kauften Dinge, die wir uns eigentlich nicht leisten können. Diesem so entstandenen Loch in unseren finanziellen Angelegenheiten, steht daher ein Berg gegenüber: Ein Berg an allen möglichen Dingen, die wir angehäuft haben oder weiterhin anhäufen, womöglich mit Geld, das uns nicht gehörte und wir borgten. Es ist "Abgehobenheit" und je weiter wir abheben, desto tiefer scheint das Loch da unten zu werden. Das Gesetz des Ausgleichs wirkt.
Der Grund, warum sich das Loch in der Brieftasche also nicht füllt, ist, weil längst ein Ausgleich dazu existiert: Das übertriebene Leben (Berg). Das Loch und der Berg sind bereits gleichwertig. Somit gibt es in der Gesamtheit kein Loch, das vom Universum gefüllt werden könnte. 

Doch was ist mit einem Menschen, der alles verloren hat, durch unglückliche Umstände, aber die Schulden sind ihm geblieben? Er steckt dann quasi in einem Loch?  Auch dies lässt sich erklären: Denn woher kamen die Schulden? Warum war es ihm nötig, so hohe Schulden zu machen? Zum Bau eines Berges / überschwängliches Leben? Oder aus Angst?  
Beide Gründe richteten sich gegen das natürliche Gesetz von "Wo Platz ist, wird gefüllt".  Wer einen Berg von Besitz anhäuft, durch Schulden, der überfüllt sich. Er versucht, sich mehr zu nehmen als für ihn derzeit bestimmt ist. Mehr, als Platz ist. Berge werden von der Natur immer abgetragen. Durch die Aufnahme von Schulden versuchte er, schneller an Besitz zu kommen, als der natürliche Lauf der Dinge ist. Der Reichtum der eigenen Zukunft wurde dadurch in die Gegenwart vorverlegt. So muss in der eigenen Zukunft ein tendenzielles Vakuum bestehen. Der Mensch fällt also in sein eigen gegrabenes Loch. Auch so kann gefüllt werden.
Beim zweiten Fall, den Schulden, die aus Angst gemacht wurden, ist es eben so. Man versuchte einen Berg aufzubauen, aus Angst vor Mangel oder vor dem Untergang. Man versuchte, sich an scheinbar rettende Dinge zu klammern, nicht erkennend, dass alle Dinge in den Strudel des Vergehens treiben. Angst ist niemals ein guter Ratgeber, denn Angst richtet sich immer gegen etwas. Gegen den natürlichen Lauf der Dinge. Sie ist somit widernatürlich. Wir müssen uns eingestehen, dass etwas was den Gesetzen der Natur widerstrebt, auf Dauer nicht funktionieren kann. Jede Art von Schuld ist widernatürlich, denn in der Natur gibt es keine Schuld, nur Ausgleich. 

Es gibt dann natürlich noch die Fälle von scheinbar ungeheurem Reichtum, wo Menschen anscheinend das Geld nur so zufließt, und der Außenstehende keinen Grund dafür erkennen kann. Dennoch kann gesagt werden, dass das Gesetz des Ausgleiches auch hier zutrifft. Sonst wäre es kein Gesetz. Solcher übergroße materielle Reichtum kann durch verschiedene Arten entstehen: Zum Beispiel geistige Armut (dem materiellem Berg steht ein geistiges Loch gegenüber, Ausgleich).  Möglich ist natürlich auch, dass ein so reicher Mensch im Gegenzug hart arbeitet, ob nun körperlich oder geistig sei dahingestellt. Oft kann man als Außenstehender die harte Arbeit dieses Menschen auch gar nicht erkennen.  Und dann gibt es noch den durchaus wahrscheinlichen Fall von "über den Verhältnissen leben", bzw, "auf zu großem Fuß / auf zu hohem Berge leben". Wer weiß denn, ob in zehn Jahren den heute materiell so unglaublich reichen Mensch nicht das Gesetz des Ausgleichs "eingeholt" hat und er alles verloren hat?  Für solche Fälle gibt es unendlich viele Beispiele. Die meisten Lottogewinner haben fünf Jahre nach ihrem Gewinn nicht mehr Geld als vorher. Auch viele einst reiche Prominente stecken heute in Schulden. Genauso betrifft dies ganze Länder, Völker und Wirtschaften. Das Römische Reich ist genau so untergegangen, wie die Sowjetunion. Hitler ist ebenso gescheitert, wie Napoleon. Die einst so arrogante und reiche USA versinken derzeit in einem Sumpf aus Schulden.

Und noch einen Fall gibt es zu beleuchten: Die massive Armut in der dritten Welt, Indien, Bangladesch, Afrika, etc.
Wo ist da der Ausgleich?
Ich will es Ihnen sagen: Der Ausgleich für ihre Armut ist meist der übergroße Kinder-Reichtum. Und dies ist somit auch die Ursache ihrer Armut. Denn das Eine -  ist das Andere.  Aus Angst und / oder Gier haben die Menschen mehr Kinder, als von der Natur oder den Umständen Platz gegeben wurde. Sie über-füllen also sich und ihr Leben. Und wo Überfüllung herrscht, muss sich im Gegenzug ein Loch bilden. Dies ist sehr traurig, aber das Gesetz des Ausgleichs. Es beinhaltet aber auch die Lösung, die aus dieser Armut herausführen kann: Verzicht. 

Verzicht erschafft Platz. Und wo Platz ist, wird gefüllt. 
Es ist eine Illusion, dass man die Armut in der Welt mit einer Flut von Lebensmitteln und Geld wegbekommt. Eine Flut ist etwas, was zu viel ist. Es wird ausgeglichen. Eine Flut führt immer zum Rückgang, zur Ebbe. Nach der Flut von Lebensmitteln wird die Armut also noch größer sein.  Durch Verschleudern und Verprassen kann man keine Armut überwinden.  Man erschafft sie.

Nur Sparsamkeit und Bescheidenheit werden immer zu Reichtum führen. Denn es wird dadurch Platz frei.  
Ein Ausgleich findet immer statt. 

Die Natur ist immer im Gleichgewicht. Wir können selbstverständlich versuchen, daraus Ungleichgewichte zu unseren Gunsten oder denen anderer zu schaffen. Allerdings werden wir damit immer scheitern. Ungleichgewichte werden immer ausgeglichen. Nur manchmal dauert es scheinbar sehr lange. Und in seltenen Fällen erfolgt ein Ausgleich sogar erst im nächsten Leben.

Jedoch (und das ist die gute Nachricht) können wir, anstatt ein Ungleichgewicht zu erzeugen, dieses Gleichgewicht der Natur auch so gestalten, dass es wunderbar und förderlich für uns alle ist.

 

 

Wo Platz ist, wird gefüllt. Auf wunderbare Weise.  Das ist das Gesetz des Universums. Es ist das Reichtumsprinzip.  

 

------------------------------------

 

 

 

In der nächsten Ausgabe will ich einige Ungleichgewichte etwas genauer beleuchten.

 

Bis dahin,

ronny f.

 

 

 

 

 

 -----------------------------------------------------------------------------------------
Impressum
Herausgeber:
Ronny Franz
Hauptstraße 11
08539 Mehltheuer
Kontakt: info@natur-reich.de

zurück zum Archiv