natur-reich.de 
alternative Ansichten - Vermögen  - Naturgesetze

Archiv

Ausgabe 63 - vom  23.12.2014


Der natur-reich-Brief

"In der Natur gibt es keine Armut. Armut hat der Mensch erfunden."

Themen:

**************************************************
1. Das Weihnachtsfest der Tiere

**************************************************



1. Das Weihnachtsfest der Tiere
**************************************************


Aus dem Fenster des alten Bahnwärterhäuschens drang der Schein einer einzelnen Kerze in die kalte, dunkle Nacht hinaus. 
Der Bahnwärter (ich nenne ihn hier so, auch wenn es diesen Beruf nicht mehr hat), hatte sie ins Fenster gestellt - denn es war Weihnacht.

Er schlief in seiner bescheiden eingerichteten Behausung - und träumte: 

Vom Weihnachtsfest der Tiere.



Die Vögel kamen am Weihnachtsmorgen, ausgehungert und erfroren, und jubelten, als sie Futter fanden, das jemand für sie dargeboten hatte.
Das Eichhörnchen bekam eine Walnuss, und die kleine Maus eine Hasel.

In der Kirche predigte der Pfarrer nicht davon, wie Gott Fleisch wurde. 
Er predigte davon, wie Jesua ben Joseph -der Sohn Josephs- der große Lehrer, in einem Stall geboren wurde. 
In einem Stall. Umgeben von Tieren. 
Es war ein warmer Stall. In einer kalten Nacht. Gewärmt von Kuh, Schaf, Ziege, Esel und Hase.
Und jedes Tier im Stall spürte um die Ankunft des neuen Lebens, und fühlte Freude und Trost in seinem Herzen.
Jesus kam in der Geborgenheit der Tiere zur Welt.

So predigte der Pfarrer.

Jesus wurde behütet, von den Tieren. 
Und die Tiere draußen, in der kalten Nacht, wurden ebenfalls behütet: Von den Hirten. 
Es waren die BEHÜTER der Tiere, zu denen Gott seinen Engel schickte, um zu künden von Jesu Geburt. Und den HÜTERN der Tiere schien ein Stern, ganz hell.
Menschen und Tiere waren Brüder in jener Nacht.

So predigte der Pfarrer.

Und so fühlten die Menschen in der Kirche ein ihnen kaum bekanntes Gefühl. Verbundenheit mit Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung. Gottes.

Es war das Gefühl jener Nacht. Demut vor der Schöpfung. Einheit.


Und in diesem Geist gingen die Menschen hinaus, aus der Kirche.

Wahrhaftig, an diesem Tage war die Kirche wirklich ein Haus Gottes !


Und der Jäger schoss keine Tiere mehr. 
Der Metzger legte sein Handwerk nieder, denn er konnte die Geschöpfe, die das Jesukind wärmten, nicht mehr zerteilen. 
Der Bauer gab seinem Vieh eine Extraportion vom besten Heu.
Im nächsten Jahr pflanzte er Bäume und Sträucher zwischen die riesigen kahlen Weiden. Und all die anderen Menschen halfen mit. Tränen der Reue wurden vergossen und es waren Freudentränen und sie machten das Land fruchtbar. Und die Bäume und Sträucher wuchsen, für die Vögel, und die Hasen, als Windschutz und Unterschlupf. Und um Walnüsse zu ernten, zum Essen, und Haselnüsse.  Und Obst und Gemüse baute der Bauer an und es gab genug von allem. Die Feldhasen kehrten zurück, und die Vögel kehrten zurück, und all die vom aussterben bedrohten Tierarten fanden wieder Zuflucht und neue Heimat. 


Das Eichhörnchen bekam eine Walnuss, und die kleine Maus eine Hasel.

Und die Vögel hatten Vogelbeeren und der Boden bekam Vogeldung, und die Regenwürmer freuten sich des Laubes, welches die Bäume verloren, genau so wie die Igel, die wieder durchs Gebüsch kriechen konnten und im Laub ihr Winterquartier hielten.

Das Leben kehrte zurück 
und der Geist der Natur. 
Gott zog wieder ein in die Herzen. 
Und es war ein Frieden und Glück und Natürlichkeit in der Welt.



Die Kerze leuchtete hell im Fenster des kleinen Bahnwärterhäuschens.


Es war ein schöner Traum, den der einsame Bahnwärter träumte,

vom Weihnachtsfest der Tiere :)




Hunderte Millionen Lichter leuchteten an diesem Abend, in den Häusern der Menschen. Unzählige strömten in die Kirchen.
Doch die Pfarrer redeten nicht von der Einheit der Schöpfung. 
Sie predigten vom Sohn Gottes, dem Herrn, der Ankunft eines neunen Königs, des Heilandes. "Gott ward Fleisch", und "Gott gab seinen eigenen Sohn", und was für ein Licht in die Welt kam...

Lieder wurden gesungen. 
Die besten Wünsche einander weitergegeben.
Und ein großes Fest gehalten.


Millionen Enten, Gänse, Hasen, Kühe, Puten, Rehe, Schweine, eingesperrt und gemästet, unter unwürdigsten Bedingungen, wurden dahingemetzelt für dieses große Fest:

Weih-Nacht 

- als die Menschen vergaßen wer sie waren, als sie vergaßen was die Lehre Jesu war und wer ihn wärmte bei seiner Geburt. 



Millionen Küken wurden wieder vergast im neuen Jahr, nur weil sie das falsche Geschlecht hatten, Kühe vergewaltigt und permanent geschwängert, damit sie ununterbrochen Milch geben, Rehe geschossen, Igel überfahren, neue Millionen Tiere gemästet, eingesperrt, gequält, die Landschaft ausgeräubert, damit die riesigen Traktoren besser fahren können, 
Bäume abgeschlagen, weil sich Menschen am Laub störten.


Bäume abgeschlagen...
Zu Millionen stellten sich die Menschen "Weihnachts"-Bäume in die Wohnungen, extra gezüchtet auf riesigen Monokultur-Plantagen, mit Pestiziden vergiftet, damit kein Gras dazwischen wächst.
Keine Maus, kein Eichhörnchen findet hier mehr eine Nuss, noch ein Vogel einen Wurm, geschweige denn kann er noch sein Nest bauen.

Es war das Weihnachstfest der Tiere !!!

Zu Millionen landeten sie auf den Tischen der Kitsch-Menschen, die sich noch so großen technischen Mist kauften, noch ein größeres Auto, die alles unter Beton und Asphalt begruben, deren Felder immer größer und kahler wurden -kein Platz mehr für die Schöpfung-  die ihre Häuser mit tausenden Lampen schmückten, jedes Jahr mehr, um die Nacht zu erhellen, 

um zu leuchten, ...


denn die Nacht war dunkel,
und kalt!

Und all die vielen, vielen Lichter konnten die Herzen nicht erhellen - Nicht die der Menschen, Nicht die der Tiere! 


Und nicht die Gottes.


Und Jesus sah traurig auf die Menschheit herab, die nicht verstand. Die um ihn einen riesigen Personenkult aufgebaut hatte, und die Schöpfung mordete - zum Feste seiner Geburt?!

Es kümmerte Jesus sehr.

Brach er nicht das ---BROT--- zum Abendmahl? Oder war es eine tote Gans?
Lehrte er nicht, dass ein jeder in seinem stillen Kämmerlein beten sollte? Oder dass man zu Tausenden in die Kirchen strömt?
Lebte er nicht Bescheidenheit vor? Liebte er nicht die Tiere und die Pflanzen, die Schöpfung seines Vaters? 






Aus dem Fenster des alten Bahnwärterhäuschens drang der Schein einer einzelnen Kerze in die kalte, dunkle Nacht. 

Der Bahnwärter schlief tief und fest - 
und träumte einen wunderschönen Traum...

Er hatte die Kerze, wie jedes Jahr, ins Fenster gestellt. Denn es war Weihnacht.



Was die Menschen die vorbei kamen nicht ahnen konnten:

Es war eine Trauerkerze.


Denn auch in diesem Jahr war noch nicht 

das Weihnachtsfest der Tiere.









.







.

 

 


 

 -----------------------------------------------------------------------------------------
Impressum
Herausgeber und verantwortlich für diese Internetpräsenz:
Ronny Franz
Hauptstraße 11 
OT Unterpirk
08539 Rosenbach/Vogtl.
Kontakt: info@natur-reich.de

Bitte beachten Sie den Disclaimer / Haftungsausschluss unter http://www.natur-reich.de/disclaimer.htm

 

zurück zum Archiv